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Düsseldorf
Kommission für Kunst am Bau soll kommen

Düsseldorf. Die Kunst soll runter vom Sockel. Wenn es nach der Arbeitsgemeinschaft Kukodus geht, die eine neue Kunstkommission in der Stadt etablieren möchte, könnte der öffentliche Raum in Düsseldorf schon bald sein Gesicht verändern. Von Klaus Sebastian

Man würde zwar noch auf Skulpturen von Bert Gerresheim oder Thomas Schütte treffen, aber Kunst am Bau könnte auch bedeuten, dass Künstler und Bürger in einem Projektraum gemeinsam Aktionen entwickeln, oder dass ein Bildhauer aus dem Interieur des stillgelegten Schwimmbads eine Skulptur schafft - wie Christian Odzuk in Mönchengladbach. Bei einer Diskussion im Rathaus, die Kukodus angeregt hatte, plädierten die Künstler für "offene Räume" und "Kunstprojekte mit offenem Ausgang". Ob die Finanzverwaltung der Stadt das mitträgt, ist freilich noch offen. Immerhin hat die Ampelkoalition in ihrer Kooperationsvereinbarung festgelegt, dass künftig zwei Prozent der Investitionen für öffentliche Bauvorhaben in die Kunst fließen sollen. Das wären im Schnitt zwei Millionen Euro pro Jahr.

Natürlich weckt das Begehrlichkeiten. Bemerkenswert ist, dass nun schon die zweite Initiative das Erscheinungsbild der Stadt verändern möchte. Bereits im März traf sich die "Freie Gruppe" um Akademie-Rektorin Rita McBride in der Kunstakademie und diskutierte über dasselbe Thema, die präsentierten Beispiele waren fast identisch. In der von RP-Redakteurin Dorothee Krings moderierten Diskussion im Rathaus stellten Kulturdezernent Hans-Georg Lohe und Baudezernent Gregor Bonin nun einmütig fest, dass die Zeit für eine Kunstkommission gekommen sei. Möglicherweise könnte sie beim Baudezernat angesiedelt werden. Über Besetzung und Entscheidungsverfahren wird weiter diskutiert.

Quelle: RP
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