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Rheinufer
Kommt der Düsseldorfer Stadtstrand schon 2018?

Rheinufer: Kommt der Düsseldorfer Stadtstrand schon 2018?
So wie hier am Beach-Club am Rheinpark könnte ein neuer Strandabschnitt zu einer neuen Attraktion werden. FOTO: Andreas Bretz
Düsseldorf. Die Stadtverwaltung hat das Rheinufer untersucht - und ist optimistisch, dass der Wunsch der Grünen Realität werden kann. Jetzt stellt sich die Frage nach dem Umfang: Nur ein bisschen Sand - oder ein kommerzielles Event? Von Thorsten Breitkopf und Arne Lieb

Düsseldorf könnte noch in diesem Sommer einen Strand bekommen. Die Stadtverwaltung hat schon das Rheinufer nach möglichen Standorten untersucht. Dezernentin Cornelia Zuschke ist nach Informationen unserer Redaktion optimistisch und schließt nicht aus, dass sich die Idee sogar schon für diesen Sommer umsetzen lässt. Die Grünen, von denen die Anregung kam, hatten für die heutige Ratssitzung nach einem Zwischenstand gefragt.

Das Monkey's Island auf der Hafenspitze, dem heutigen Standort des Hyatt-Hotels, gilt immer noch als leuchtendes Vorbild. Nachdem der Wunsch der Grünen nach einem Badeschiff über Jahre unerfüllt geblieben war, beauftragten sie die Verwaltung mit der Suche nach Flächen für einen Strand. Nun liegen erste Ideen vor, die morgen vorgestellt werden. Bislang fehlt noch die Prüfung, welche Orte sich mit den Vorgaben für den Umweltschutz vereinbaren lassen.

Aus Sicht der Planungsdezernentin soll die Politik näher darlegen, welchen Umfang das Projekt annehmen soll. Sie sieht zwei Optionen. Es gäbe die Möglichkeit, einfach eine Versammlungsfläche zu schaffen, die wenig mehr bietet als Sand und Sanitäranlagen. Das könnte am beliebten Paradiesstrand schnell umgesetzt werden - der Standort gilt als erster Favorit. Die andere Möglichkeit wäre eine aufwendiger gestaltete Anlage mit Gastronomie. Damit wäre der Strand kommerziell interessanter.

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Norbert Czerwinski (Grüne) sieht Paris als Vorbild, wo die Besucher auf Liegestühlen auf dem Sand sitzen und auf die Seine blicken können. Er erhofft sich, dass Düsseldorf ein ähnliches Stück "urbane Kultur" hinbekomme. "Wichtig ist, dass es nicht nur kommerziell und schickimicki ist." Die Grünen fänden es auch gut, wenn es eine Möglichkeit zum Schwimmen gibt.

Für SPD-Ratsherrn Matthias Herz wäre ein Strandabschnitt in der Nähe der Lausward optimal, auch wenn diese etwas abgelegen sei. Alternativstandorte wären der Hafen oder ein Abschnitt des Rheinufers nahe der Theodor-Heuss-Brücke. Er präferiert einen professionellen Betreiber. Eine Lösung, bei der die Gäste Stühle und Getränke mitbringen, lehnt er ab. "Solche Rheinstrände haben wir in Düsseldorf schon genug", so der SPD-Politiker. Auch die FDP unterstützt das Vorhaben. Manfred Neuenhaus nennt aber zwei Bedingungen. Es sei wichtig, dass die Stadt nicht die Kosten trägt. Zudem dürfe der Strand nicht in der Nähe von Wohnvierteln entstehen.

CDU-Ratsherr Klaus Mauersberger warnt davor, den Partystrand zu einem Solitär zu machen. Als möglichen Standort schlägt er den Medienhafen vor. "Allerdings müssen die dortigen Gastronomen mit eingebunden werden, damit da keine Konkurrenzveranstaltungen entstehen", sagt Mauersberger. Vorbilder dafür gebe es bereits in Hamburg. Profis müssten den Strand betreiben. "Eine wilde Sandfläche mit Fastfood und Dosenbier darf nicht das Ziel sein", sagt Mauersberger.

Quelle: RP
 
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