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| 10.03 Uhr

Das düsseldorf festival! hat ein „Nachspiel“
Abraham – Oper von Daniel Schnyder

Das düsseldorf festival! hat ein „Nachspiel“: Abraham – Oper von Daniel Schnyder
Daniel Schnyder komponierte die Oper „Abraham“ und schrieb das Libretto. FOTO: Anja Tanner
Das düsseldorf festival! wächst über sich hinaus, und zwar buchstäblich: Im November bringen die Veranstalter mit "Abraham" eine neue Oper des New Yorker Komponisten Daniel Schnyder zur Uraufführung.

Ein Werk, das die beiden Intendanten Christiane Oxenfort und Andreas Dahmen gemeinsam mit den Koproduzenten Johanneskirche Stadtkirche Düsseldorf und der Kreuzkirche in Bonn initiiert und auf den Weg gebracht haben und das nun am Donnerstag, 13. November, 20 Uhr in der Johanneskirche Düsseldorf seine Premiere erlebt.

Führt Regie: Gregor Horres FOTO: Hans-Jörg Michel

Um musikalische und szenische Grenzen zu sprengen und Zeichen zu setzen für Toleranz und Freiheit in Fragen des Glaubens. Weitere Aufführungen sind am Samstag 15. November sowie am Sonntag, 16. November, jeweils 19 Uhr in der Johanneskirche und am Donnerstag, 20. November, Samstag, 22. November und Sonntag, 23. November, jeweils 20 Uhr in der Kreuzkirche in Bonn.

Thema des groß angelegten Werks für Chor, Solisten und Orchester ist die Lebensgeschichte des biblischen Abraham, der über den mit seiner Ehefrau Sarah im hohen Alter gezeugten Sohn Isaak als Stammvater der Juden und damit auch der Christen, durch seine Verbindung mit der Sklavin Hagar und den gemeinsamen Sohn Ismael als Urvater der Muslime gilt.

Daniel Schnyder verbindet mit einer Klangwelt zwischen Klassik, Jazz und Global Music europäische Konzertmusik mit musikalischen Traditionen des Vorderen Orients, setzt Oud und Nay-Flöte ebenso ein wie E-Piano und Saxofon.

FOTO: Kanjo Také

"Neben dem aktuellen politischen Aspekt berühre ich vieles, was Menschen von heute auch bewegt: Patchwork-Familie, junge Frau versus alte Frau, Erbteilung, Migrationshintergründe, unmenschliches und irrationales Verhalten im Namen Gottes. In der Abraham-Geschichte wird das exemplarisch reflektiert."
Daniel Schnyder

In einer Inszenierung des Regisseurs Gregor Horres beleuchtet die Oper die Entstehungsgeschichte und die Konflikte der drei monotheistischen Religionen – und erzählt deshalb auch eine Geschichte von heute.

FOTO: Kanjo Také

"Der Raum, in dem gespielt und gesungen wird, ist die Kirche, ein anderer Raum ist nicht zu erfinden. Inmitten einer nicht zu stoppenden Bilderflut in einem Raum Ruhe und Konzentration zu finden, ist kostbar, ermöglicht Fantasie, Denken, Fühlen."
Gregor Horres

Für das Setting von "Abraham" entwickelte der deutsch-japanische Künstler Kanjo Také eine Lösung, die den Raum mittels Licht und Projektion neu entstehen lässt.

Ist für Licht und Projektion zuständig: Kanjo Také FOTO: Richard Rillinger

"Die Architektur der Kirche ist für mich eine sakrale Skulptur, die als Kontrapunkt zu meiner Videoprojektion steht. Mit intensiven Farben und Bildsequenzen wird das Ganze zu einem Gesamtkunstwerk, einem Environment, aus dem multikulturelle Musik herausströmt."
Kanjo Také

Als Solisten konnten der Bassist Mischa Schelomianski für die Titelrolle, die Sopranistin Theresa Nelles für die Partie der Hagar, die Altistin Rena Kleifeld als Sarah, der Tenor Raphael Pauß als Isaak und der Tenor Rabih Lahoud als Ismael gewonnen werden. Es singen die Kantoreien der Johanneskirche Stadtkirche Düsseldorf und der Kreuzkirche Bonn, es spielt düsseldorf festival! orchester, die musikalische Leitung haben Wolfgang Abendroth (Düsseldorf) bzw. Karin Freist-Wissing (Bonn).

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