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Kriminalitätsstatistik 2016 für Düsseldorf
Diebstähle rückläufig, aber mehr Anzeigen wegen Sexualstraftaten

Kriminalitätsstatistik 2016 Düsseldorf: Weniger Diebstähle, mehr Sexualstraftaten
Kripo-Chef Markus Röhrl (links) und Polizeipräsident Norbert Wesseler (Mitte) zeigten sich bei der Vorstellung der Statistik zufrieden. FOTO: Helene Pawlitzki
Düsseldorf. In Düsseldorf sind die Diebstahlsdelikte im vergangenen Jahr um knapp 14 Prozent zurückgegangen. Das hat die Polizei Düsseldorf bei der Vorstellung der aktuellen Kriminalitätsstatistik bekannt gegeben.

Trotzdem bleibt der Anteil von Diebstählen an der Gesamtzahl der Straftaten hoch: Fast jedes zweite angezeigte Verbrechen war ein Diebstahl. Die Zahlen im Einzelnen:

  • Taschendiebstahl: Über 8000 Fälle wurden angezeigt, das sind 564 weniger als im Vorjahr.
  • Wohnungseinbrüche: Hier sank die Zahl der Anzeigen um 23 Prozent auf knapp 2400 Fälle. Das sind 717 Einbrüche weniger als im Vorjahr. Positiv hob die Polizei hervor, dass es bei fast der Hälfte der Fälle beim Versuch blieb.
  • Ladendiebstahl: Hier gab es 543 weniger Fälle als 2015. Insgesamt gab es knapp 4500 Anzeigen.

Stark angestiegen dagegen ist die Zahl der Sexualstraftaten. 256 Fälle mehr wurden angezeigt als 2015. Besonders stark gestiegen ist die Zahl der Anzeigen wegen "sonstigen sexuellen Nötigungen" - von 32 auf 117 Delikte, ein Anstieg um mehr als das Zweieinhalbfache. 95 Vergewaltigungen und sexuelle Nötigungen wurden anzeigt (Vorjahr: 41).

Der Leitende Kriminaldirektor Markus Röhrl erklärt dies mit dem "Effekt der Silvesternacht". Sehr viel mehr Frauen hätten sich nach dem Bekanntwerden der zahlreichen Sexualstraftaten in Köln und der Düsseldorfer Altstadt dazu durchgerungen, Anzeige zu erstatten. "Das ist jedenfalls meine Interpretation dazu." Ob es auch tatsächlich mehr Fälle gebe, könne man nur schwer sagen. Er glaube, dass das vermehrte Anzeigenverhalten auch in den nächsten Jahren anhalten werde.

"Insgesamt fällt die Düsseldorfer Kriminalitätsentwicklung zur Zufriedenheit der Polizei aus", so der Kripo-Chef Röhrl. Nur an der derzeitigen Aufklärungsquote, die bei knapp 46 Prozent liegt, müsse man noch arbeiten.

Hier lesen Sie, wie sich die Kriminalität in NRW entwickelt hat.

(jm/hpaw)
 
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