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Düsseldorf
Kritik am Verfahren zur Auswahl der Gaslaternen

Düsseldorf. Die Initiative Düsseldorfer Gaslicht hat mit Kritik und Lob auf die Pläne der Stadt reagiert, nach denen sie Quartiere ermitteln will, in denen 4000 Gaslaternen erhalten bleiben. Bei den Vorgaben für das Planungsbüro sei eindeutig das Ziel erkennbar, möglichst viele Laternen zu entfernen, heißt es von der Initiative. Aber "nach diesen Vorgaben werden weiterhin diejenigen belohnt, die ohnehin in schönen Wohnvierteln mit alter Bausubstanz wohnen. Wo es weniger chic ist, verschwindet dann auch noch die Gasbeleuchtung", erklärt Lutz Cleffmann, Sprecher der Initiative.

Die Stadt hatte am Dienstag sieben Kriterien vorgestellt, nach denen alle Straßen bewertet werden, in denen Gaslaternen stehen. Die Punktzahlen der einzelnen Straßen ergeben den Schnitt für das Viertel, in den Vierteln mit den höchsten Punktzahlen bleiben die Gaslaternen erhalten. Die Kriterien reichen von der Kriminalprävention über das Stadtraum-Bild bis hin zu Brandschutz. Bürger und Bezirkspolitiker werden die Ergebnisse für ihre Viertel in Veranstaltungen vor den Herbstferien kennenlernen. Sie können die Punktzahl eines Quartiers verbessern, wenn sie ergänzende Beleuchtung anbringen oder Straßen herausnehmen.

Das Lob der Initiative ging an die Stadtwerke, weil diese aus Sicht der Gaslaternen-Freunde ihre Haltung verändert haben. "Sie sind vom Verhinderer zum Ermöglicher geworden", sagte Cleffmann. Die Stadtwerke rüsten alle Laternen um, damit sie moderne Anforderungen an eine Gasanlage erfüllen, und haben eine Zertifizierung beantragt. Erhalten sie diese, sind sie das einzige Unternehmen in Europa, das Gasleuchten herstellen und Anlagen betreiben darf.

(hdf)
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