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Düsseldorf
Kritik an neuem Preis für Sozialticket

Düsseldorf. Die Düsseldorfer Initiative für die Fahrkarte bemängelt Anstieg auf 34,75 Euro.

Die Vertreter von Geringverdienern und Sozialleistungsbeziehern fürchten um die Mobilität dieser Gruppe. Laut "Initiative für ein Sozialticket in Düsseldorf" wird die vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) beschlossene Preiserhöhung des Sozialtickets, dazu führen, dass sich weniger Menschen diese Fahrkarte leisten können. Der Preis steigt zum 1. April von 30,90 auf 34,75 Euro. Für einen alleinlebenden Hilfebezieher, dem 404 Euro pro Monat zur Verfügung stehen, würde dieser Preis knapp zehn Prozent seines Einkommens bedeuten. "Mobilität ist für jeden, auch für arme Menschen extrem wichtig und muss ermöglicht werden. Deshalb muss das Sozialticket auch tatsächlich bezahlbar sein und nicht nur den Namen tragen", sagte Holger Kirchhöfer von der Altstadt-Armenküche.

Die Düsseldorfer Initiative hatte bereits bei der Einführung des preisreduzierten Tickets 2011 kritisiert, dass der Preis zu hoch liege und sich ein Teil der Berechtigten es nicht leisten könne. Im Regelsatz ist für die Inanspruchnahme des Nahverkehrs eine Summe von rund 20 Euro vorgesehen. Die Nutzer-Quote liegt nach Angaben der Initiative bei unter zehn Prozent, in ländlichen Gebieten sogar unter fünf Prozent.

Die Kritiker schlagen einen Preis von 15 Euro vor und argumentieren, dass der VRR so mehr Fahrgäste und unterm Strich auch mehr Einnahmen verzeichnen könnte. Auch preisreduzierte Einzel- und Viererkarten seien für die Mobilität der Betroffenen wichtig.

(hdf)
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