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Wasserfall im Rhein?
Künstlerpaar zeigt utopisches Düsseldorf

Künstlerpaar zeigt utopische Düsseldorfer Stadtansichten
Künstlerpaar zeigt utopische Düsseldorfer Stadtansichten FOTO: Bartosz Kistela
Düsseldorf. Die Hobby-Künstler Marta und Bartosz Kistela zeigen Düsseldorf, wie Sie es sicher noch nie gesehen haben. Das Projekt "Stadtecken" zeigt Fantasien und Utopien. Von Christina Rentmeister

Plötzlich öffnet sich ein riesiges Loch im Rhein. Ein Mann droht in den Wasserfall am Düsseldorfer Rheinufer zu stürzen, doch ein Hubschrauber rettet ihn in letzter Minute.

Unvorstellbar, dass sich so eine Szene in Düsseldorf abspielt. Wirklich unvorstellbar? Nicht für Marta und Bartosz Kistela. Das Künstlerpaar aus Remscheid zeigt fantastische Szenen der Landeshauptstadt. Der Rhein ist das Lieblingsmotiv der Polen. Dort gehen sie besonders gerne spazieren. Genauso wie die Elefanten-Herde, die die Fotografin und der Grafiker unter der Rheinkniebrücke herlaufen lassen.

Künstler wollen die Orte durch lustige Szenen noch schöner machen

"Wir lieben es, zu reisen und Deutschland kennen zu lernen. In Düsseldorf sind wir besonders gerne. Das Projekt soll die tollen Städte auf eine andere Weise zeigen. Wir wollen aus interessanten Ecken etwas Lustiges machen", sagt die 26-jährige Marta Bartosz. Seit vier Jahren lebt sie mit ihrem Mann in Remscheid. Fotografieren ist ihr Hobby, ihr Mann ist gelernter Grafiker und verwandelt ihre Aufnahmen in utopische Szenerien.

Bei denen liegt dann ein U-Boot im Rhein vor Anker, ein Ufo setzt Aliens in der Landeshauptstadt ab oder zwei Skulpturen stehen einfach da, wo sie sonst nicht stehen. 

Vor einigen Wochen entstand bei einem Spaziergang die Idee dazu. Seit dem haben sie nicht nur Ecken von Düsseldorf verfremdet, sondern auch von Münster und Köln. "Wir lassen uns von den Orten inspirieren, aber auch von anderen Grafikern und Filmen", sagt Kistela.

Der Medienhafen findet sich auf vielen der Bilder wieder

Oder von aktuellen Themen. So heißt ein Bild, das vergangenen Monat am Medienhafen entstanden ist, "Dschungelcamp". Eine riesige, bedrohliche Würgeschlange räkelt sich dabei auf der "Living Bridge". Nicht weit von ihr entfernt hebt ein Kran eine Riesen-Krake aus dem Rhein. "Es geht uns nicht darum, die schönsten Ecken zu zeigen. Sie müssen interessant sein und das können dann auch Orte sein, die noch schöner werden können", sagt Kistela. Wie eben durch ihre Fotomontagen.

Derzeit arbeitet das Paar an Bildern aus Berlin. Was genau darauf zu sehen sein wird, verraten die Hobby-Künstler noch nicht. Nur so viel: "Auf einem werden wir uns an einen Film von Leonardo Di Caprio anlehnen. Denn wir schauen seine Filme sehr gerne."

Berlin und München stehen noch auf der Liste der Künstler

Irgendwann soll München die Bilder-Sammlung der Remscheider erweitern. "Dort war ich auf Klassenfahrt und es ist meine Lieblingsstadt. Da muss ich unbedingt nochmal zum Fotografieren hin", sagt die 26-Jährige.

Zunächst möchten die beiden ihre Kunstwerke aber ausstellen."Noch haben wir aber keinen passenden Raum gefunden", sagt Bartosz.

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