| 00.00 Uhr

Gastrotipps
Ab sofort gibt's Gänsebraten

Gastrotipps: Ab sofort gibt's Gänsebraten
Marcel Schiefer mit einer frischen Gänsekeule im Bruderhaus Hamm. FOTO: Anne Orthen
Düsseldorf. Martinszeit ist Gänsezeit. Zahlreiche Restaurants bieten ab sofort bis zum Weihnachtsfest den traditionellen Braten an. Von Julias Brabeck und Birgit Wanninger

Jetzt beginnt wieder die kalte Jahreszeit. Mit ihr verbunden sind gemütliche Abende mit feinem Essen, zum Beispiel Gans. Spätestens zu St. Martin haben zahlreiche Restaurants den geflügelten Klassiker auf ihren Speisekarten. Mal raffiniert, mal die Gans ganz anders, aber meistens traditionell. Die Rheinische Post präsentiert an dieser Stelle eine Auswahl.

Brust oder Keule - das ist die Frage im Bruderhaus in Hamm. Sternekoch Marcel Schiefer bietet gutbürgerliche Küche an und serviert Schmorapfelspalten, Maronencreme, Gänsejus, Klöße und Rotkohl (28 Euro). Der Rotkohl ist fein gewürzt mit Kardamom, Nelke, Zimt und für die Süße ein wenig Rübenkraut. Wer nicht satt wird: Beilagen werden nachgeliefert, auch die wunderbare Sauce. Beim Menü (40 Euro) gibt es als Vorspeise eine Kürbissuppe und zum Dessert Killepitsch-Eis. In seinem Sternelokal Schorn an der Martinstraße brät Marcel Schiefer ganze Gänse, aber nur nach Reservierung für vier Personen.

Die Ente in Unterbach ist nicht nur berühmt für ihre Enten, sondern auch für ihre Gänse-Spezialitäten. Das Federvieh beziehen Hans Mikolajczyk und Bonnie Bonacker bei Bauern vom Niederrhein. Sie legen Wert auf Freilandgänse, weil sie viel zarter werden. Keule oder Brust (je 31,50 Euro) gibt es klassisch mit Rotkohl, Rosenkohl, Schmorapfel, Klößen und Maronen sowie ganz viel Sauce. Auf Wunsch, nach Vorbestellung, kommt eine ganze, knusprige Gans (125 Euro) auf den Tisch. Ganz extravagant: Gans, ganz asiatisch - (mageres) Gänsefleisch mit Pilzen, Bambussprossen und Glasnudeln, in pikanter Sauce (17,90 Euro).

Top-Qualität bei allen Produkten, gepaart mit viel Kompetenz bei der Umsetzung hat sich das Team bei Rheinhardt's auf die Fahnen geschrieben. Die Gänse bezieht das Restaurant von Peter Eßer, Inhaber von "Der Gänsepeter" in Rommerskirchen. Während in Großbetrieben die Tiere nur 16 Wochen alt werden, leben sie bei Eßer sechs Monate in einem großen Außenauslauf. Durch die längere Wachstumszeit und die Möglichkeiten zur Bewegung bildet sich eine ordentliche Brustmuskulatur aus. Genießen kann man das Ergebnis bei Rheinhardt's in vielen Formen. Die Brust oder Keule mit Rotkohl, Bratapfel, Maronen und Kartoffel-Klößen kostet 32 Euro. "Die Brust ist saftig und fest, die Keule zarter und zerfällt leichter", sagt Michael Reinhardt. Die Gänseleber im Baumkuchenmantel mit westfälischem Trüffel und Créme Brûlée gibt es bei ihm für 16,90 Euro. Angeboten wird ein Drei-Gang-Gänsemenü für 42,50 Euro - vier Gänge kosten 51 Euro. Wer will, kann sich auch eine Gans für vier Personen am Tisch tranchieren lassen.

Eine Version des Gänsebratens gab es 180 Jahre lang in der Traditionsgaststätte Möhker, die aber 2014 schloss. Für die Fans von Möhker gibt es im Stahlwerk Ersatz. An zehn Tagen wird dort an langen Tafeln nach Originalrezepten gespeist, denn das ehemalige Gastwirtehepaar Gaby und Thomas Drenkard steht am Herd. Serviert wird Brust oder Keule (36,80 Euro) und die Gäste dürfen dazu unbegrenzt die Beilagen nachordern.

Gänsebraten haben im Steigenberger Parkhotel Tradition, die Marc Schulz, der neue Küchenchef, übernommen hat. Er bezieht die Gänse aus dem Oldenburger Land. Das Menü (59 Euro) besteht aus einem Gänseleberparfait, einer Gänseessenz mit Trüffeln, Brust oder Keule mit klassischen Beilagen und zum Dessert Marzipan-Eis. Gestartet wird aber erst an St. Martin. Dann gibt es auch die Außer-Haus-Gans (169 Euro) mit allem Beilagen.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Gastrotipps: Ab sofort gibt's Gänsebraten


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.