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Veranstaltungs-Tipps
Alles von Flamenco bis Hiphop

Düsseldorf. Am Wochenende können im Tanzhaus NRW zahlreiche Tanzstile ausprobiert werden. Mit drei Produktionen wird danach die Spielzeit eröffnet. Von Julia Brabeck

Mitmachen, ausprobieren, Neues entdecken - das ist gleich an zwei Tagen im Tanzhaus NRW möglich. Kurz bevor das Kurssemester am Montag, 5. September, startet, können Besucher dort gratis und unverbindlich 70 Tanz- und Bewegungsangebote ausprobieren, die von mehr als 40 Dozenten vorgestellt werden. Für Teenager und Kinder zwischen zwei und 16 Jahren findet der Tag am Samstag, 3. September, von 14 bis 17 Uhr statt. Am Sonntag, 4. September, von 13 bis 18 Uhr, richtet sich das Angebot dann an Erwachsene.

Wenn aus den acht Studios beispielsweise klassische Musik oder lateinamerikanische Rhythmen erklingen, gibt es oft kein Halten mehr. Und das ist gut so, denn dann können sich die Besucher schnell selber einen Eindruck verschaffen, ob und in welchem Kurs sie richtig sind. Auf dem Programm stehen unter anderem Hiphop, House und Voguing, Modern Dance, Stepptanz, Flamenco und Power Yoga. Führungen durch das Haus vermitteln einen Blick hinter die Theaterkulisse. Denn im Tanzhaus wird nicht nur Tanz unterrichtet, sondern es präsentiert auf zwei Bühnen und in mehr als 200 Gastspielen jährlich den zeitgenössischen Tanz in seiner ganzen Bandbreite.

Die neue Spielzeit 2016/2017 wird mit gleich drei Produktionen eröffnet. Die spektakuläre Inszenierung "more than naked" von Doris Uhlich steht am Donnerstag, 8. September, um 20 Uhr und Freitag, 9. September, um 21 Uhr auf dem Programm. 20 splitterfasernackte Menschen auf der Bühne bringen sich mit Schwerstarbeit in Bewegung. Die Choreographin steht dabei als DJane auf der Bühne und inszeniert eine gut gelaunte Erkundung des menschlichen Körpers, bei der die Tänzer mit ihren Körpern wackeln, schnalzen, schwabbeln, schwitzen und aneinander klatschen.

Am Freitag wird vor der Vorstellung eine Physical Introduction angeboten, das ist eine Einführung, bei der Dozenten das Publikum selber Bewegungen nachvollziehen lassen. Zudem schließt sich der Vorstellung noch ein Publikumsgespräch an.

Von Freitag bis Sonntag, 9. bis 11. September, wird jeweils um 19 Uhr in einer Halle auf dem alten Postgelände gegenüber dem Tanzhaus NRW das Stück "ID-clash" von Angie Hiesl und Roland Kaiser gezeigt. Dieses wirft einen Blick auf andere Dimensionen der Geschlechteridentifikation, auf unterschiedliche Lebenskonzepte transidenter Menschen und Stadien von Transformation. Erste Recherchen entstanden in Bangladesch, wo das Kölner Künstler-Duo eine intensive Arbeitsbeziehung mit der Community der Hijra einging. Hijra sind in Südostasien Transgender, die als Männer geboren werden, sich weiblich geben, sich aber keinem dieser beiden Geschlechter zugehörig fühlen.

Am Samstag und Sonntag, 10. und 11. September, wird jeweils um 18 Uhr in deutscher Erstaufführung das Stück "BIS - Ein Solo für Truus Bronkhorst" von Jan Martens präsentiert. Er entwickelte für und mit der über 60 Jahre alten niederländischen Tänzerin und Choreografin Truus Bronkhorst ein Solostück als ein Porträt einer außergewöhnlichen Frau.

Quelle: RP
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