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Ausstellungs-Tipp
Barock-Malerei und Zeitgenössisches

Ausstellungs-Tipp: Barock-Malerei und Zeitgenössisches
FOTO: Geerd Jacobs
Düsseldorf. Noch bis Sonntag ist die erfolgreiche Ausstellung "Zurbarán. Meister der Details" zu sehen. Ein Besuch der Spot-on-Schau lohnt sich ebenfalls. Von Holger Lodahl

Zurbarán. Meister des Details Mehr als 60.000 Besucher haben die Retrospektive mit 70 Werken des spanischen Barockmalers Zurbarán gesehen. Die von Museumsdirektor Beat Wismer kuratierte Ausstellung präsentiert viele Werke, die bislang noch nie oder nur selten in der Öffentlichkeit zu sehen waren. Sowohl Zurbaráns stille Andachts- und Altarbilder als auch seine Darstellungen von weiblichen Heiligen zeigen ihn als einen Meister der Details. Kunstfreunde sollten sich nicht entgehen lassen, bis Sonntag die große Zurbarán-Ausstellung zu besuchen, denn sie endet mit diesem Wochenende.

Spot on Einen stilistischen Gegensatz zum Zurbarán-Barock bildet die "Spot on"-Schau, die noch bis zum 1. Mai ebenfalls im Museum Kunstpalast zu sehen ist. In dieser Ausstellungsreihe zeigt das Museum alle halbe Jahre verschiedene Werke, die es wiederzuentdecken gibt. "Spot on" enthält zurzeit vier Kunstprojekte: In "Eat Art" sind Werke aus der Sammlung Carlo Schröter zu sehen. Er war einer der Begründer des Restaurants Spoerri, das ab 1968 am Düsseldorfer Burgplatz ein Treffpunkt der Kunstszene war. Zusammen mit den bereits im Museum vorhandenen Beständen ermöglichen die Objekte einen Blick auf diese Phase der westdeutschen Nachkriegskunst. Neugier, Experimentierfreude und politisches Engagement inspirierten Düsseldorfer und internationale Künstler, radikale Werke zu schaffen, die für jedermann gedacht waren und die Kunst aus ihrem Elfenbeinturm ins Leben holen sollte.

Die zweite Spot-on-Teilschau beschäftigt sich mit dem Werk Wilhelm Wagenfelds. Der Produktdesigner, gestorben 1990, schuf Dinge des Alltags mit dem Ziel, sie unaufdringlich, detailreich und funktional erscheinen zu lassen.

"In guter Gesellschaft" lautet der Spot-on-Beitrag der Düsseldorfer Künstlerin Inken Boje. Seit 2005 arbeitet sie an Fotografien, in denen sie sich mit der Identität und dem öffentlichen Bild moderner und zeitgenössischer Künstler auseinandersetzt. Inken Boje inszeniert sich für ihre Bilder selbst und verwendet bekannte und weniger bekannte Vorbilder - sie reichen von Paul Gauguin zu Joseph Beuys, Louise Nevelson, Ed Kienholz oder John Bock.

Ebenfalls zum Spot-on-Ausstellungsprojekt gehört eine neue, großformatige Variante der Gipsskulptur von Hans-Peter Feldmann. Er schuf diese Figur nach der berühmten Prinzessinnengruppe von Johann Gottfried Schadow aus dem Jahr 1797. Feldmanns Skulptur wurde vom Künstler für das Thorn-Prikker-Foyer im Museum Kunstpalast in lebensgroßem Format ausgeführt. Schadow war der Vater des Malers Friedrich Wilhelm von Schadow, einem Hauptvertreter der Düsseldorfer Malerschule.

Ausblick Wenn am Sonntag die Türen zur Zurbarán-Schau ein letzten Mal geschlossen werden, bereiten die Mitarbeiter des Museums Kunstpalast zwei neue große Ausstellungen vor. Am Freitag, 19. Februar, wird "Collaborative Endeavor: Contemporary Glass from Canberra und Berlin" eröffnet. Die Präsentation enthält Glaskunstwerke unter anderem von Klaus Moje und seinen Schülern der Kunstschule Canberra / Australien. Am Sonntag, 21. Februar, wird zudem die "Große Kunstausstellung NRW" einen breitgefächerten Einblick in die vielfältige Kunstszene Düsseldorfs und Nordrhein-Westfalens geben. Zu sehen sein werden Werke von Künstlern aus den Bereichen Malerei, Skulptur, Fotografie, Grafik und den neuen Medien.

Quelle: RP
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