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Veranstaltungs-Tipps
Drei Museumstipps fürs Wochenende

Düsseldorf. Auch in den Ferien zeigen Düsseldorfer Museen ihre Ausstellungen und Projekte. Cranach, Ägyptisches und pompöse Kleider: Hier drei Anregungen. Von Holger Lodahl

"Cranach" und "Fair Trade" Die Ausstellung "Cranach. Meister - Marke - Moderne" im Museum Kunstpalast ist noch bis zum 30. Juli zu sehen. Lucas Cranach der Ältere (1472 bis 1553) war ein Wittenberger Maler und Freund Luthers. Die Ausstellung zeigt bedeutende Gemälde und Zeichnungen. Zum Konzept der Schau gehört auch das Projekt "Fair Trade", das Leila Pazooki organisiert hat. Die Künstlerin rief 90 chinesische Maler auf, Cranachs Gemälde "Justitia" (1537) innerhalb von sechs Stunden zu kopieren.

Diese Kopien sind nun ebenfalls im Museum Kunstpalast zu sehen und thematisieren Fragen nach künstlerischer Authentizität und dem Wert der Kunst auf dem Weltmarkt. "Fair Trade" erinnert auch an die Cranach-Werkstatt in Wittenberg, die dank einer gewissen Wirtschaftlichkeit in der Lage war, die große Nachfrage nach den Werken Cranachs zu bedienen. Das Museum Kunstpalast im Kulturzentrum Ehrenhof hat dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr sowie donnerstags und samstags bis 21 Uhr geöffnet.

Art et Liberté - Umbruch, Krieg und Surrealismus in Ägypten (1938 bis 1948) Die neue Ausstellung im Museum K20 beschäftigt sich mit der Künstlergruppe Art de Liberté. Hintergrund: Im Jahr 1938 sind die Diktatoren auf dem Zenit ihrer Macht, Spanien steht kurz vor der faschistischen Machtübernahme. International schließen sich in vielen Ländern zahlreiche Dichter und Maler, Filmemacher und Fotografen zusammen. Für diese Künstler wird die Kunstform Surrealismus zum Ausdruck des kulturellen Widerstands gegen Faschismus, Kolonialismus und Nationalismus.

Das K20 der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen erinnert in einer Ausstellung an die heute fast vergessene ägyptische Gruppe "Art de Liberté", die sich 1938 gründete und die sich gegen Faschismus und Nationalismus auflehnte. Die Schau belegt mit zahlreichen bisher unbekannten Kunstwerken und Zeitzeugnissen, wie der Surrealismus mit seiner engen Verschmelzung von Dichtung und Malerei auch von Kairo aus gegen politische Unterdrückung und für ein freiheitliches Menschenbild eintritt.

Mit mehr als 200 Leihgaben aus rund 50 Sammlungen in zwölf Ländern ist die Ausstellung im K20 bis zum 15. Oktober 2017 zu sehen. Das Museum K20 befindet sich am Grabbeplatz 5 und ist dienstags bis freitags, 10 bis 18 Uhr, sowie samstags und sonntags ab 11 Uhr geöffnet. Kostümrausch Diese Ausstellung im Theatermuseum bietet Originalkostüme, Szenenfotos, Bühnen- und Kostümentwürfe aus dem Arbeitsalltag am Theater.

Denn das Kostüm hat in einem Theaterstück einen wichtigen Part: Mit dem Kostüm "schlüpft" der Darsteller in seine Figur und gibt dem Betrachter wesentliche Informationen über die dargestellte Figur. In Verbindung mit dem Bühnenbild prägen Kostüme die visuelle Atmosphäre eines Theaterabends. Gleichzeitig bleiben sie als eines der wenigen realen Objekte des theatralen Aktes auch nach dem Abspielen einer Theaterinszenierung erhalten.

Was bleibt, ist ein Museum, in dem Besucher die oft farbenprächtigen Kostüme erleben können. Bonus: Durch den bemerkenswert großen Fundus des Theatermuseums lassen sich die Exponate immer wieder austauschen, so dass sich die Besucher im Laufe des Jahres ein Bild von den sehr unterschiedlichen Handschriften der beteiligten Künstler machen können. Das Theatermuseum an der Jägerhofstraße 1 zeigt "Kostümrausch" bis Januar 2018, jeweils dienstags bis freitags, 13 bis 17 Uhr, am Wochenende bis 19 Uhr.

Quelle: RP
 
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