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Düsseldorf
Eine ganze Nacht für Kunstliebhaber

Alle Teilnehmer der Museumsnacht
Alle Teilnehmer der Museumsnacht FOTO: Veranstalter
Düsseldorf. 35 Museen und Kultureinrichtungen beteiligen sich an der Nacht der Museen am Samstag, 18. April. Es gibt zahlreiche Angebote aus unterschiedlichen Kunstbereichen. Von Julia Brabeck

Die Düsseldorfer Nacht der Museen hat eine langjährige Tradition. Seit 15 Jahren öffnen im Frühjahr Museen, Galerien und andere Institutionen ihre Türen zu ungewohnter Stunde und bieten dann den Besuchern ein besonderes Programm sowie einen Blick hinter die Kulissen. Eine Auswahl:

In der Kirche St. Lambertus werden den Besuchern die Kunstwerke aus sieben Jahrhunderten bei einer Führung um 20.15 Uhr vorgestellt. Das Vocalensemble "ars cantandi" bietet dazu sakrale Chormusik. Geöffnet sind dann auch die Paramenten- und die Schatzkammer. Das Filmmuseum zeigt auf über 2000 Quadratmetern alles rund um das Medium Film.

Auch im Museum Kunstpalast war die Neugier zu nächtlicher Stunde im Vorjahr groß. FOTO: Hans-Jürgen Bauer

Geboten werden Workshops zum Thema "Creative Writing" und "Light and Sound". Im hauseigenen Kino - der Black Box - sind als Erstaufführungen skurrile Kurzfilme über absurde Alltagssituationen zu sehen. Das historische Wanderkino wird ab Mitternacht zum Schauplatz für berühmte Slapstick-Helden der frühen Filmgeschichte im Kampf mit den Tücken des Lebens. Zu sehen sind unter anderem Laurel und Hardy sowie Buster Keaton.

Düsseldorf: Impressionen von der "Nacht der Museen" 2014 FOTO: Holger Lodahl

Im Goethe-Museum gibt es in der Nacht die einzige Lebendmaske zu sehen, die von Goethes Gesicht je abgenommen wurde. Dort werden auch Einblicke in das Büchermagazin gewährt und Gedichte von Goethe vorgetragen. Wer will, kann sich vor einer Goethe-Büste zeichnen lassen.

Im Haus der Architektur liest der Bochumer Kultautor Frank Goosen aus seinem Buch "Radio Heimat. Geschichten von zuhause". Darin beschreibt der Autor den direkten Menschenschlag, das Brauchtum und den besonderen Charme des Ruhrpotts höchst amüsant. Musikalisch geht es in die Fifties und Sixties mit Musik der Band "SAXess". Dazu ist die Foto-Ausstellung "Abgetankt" von Joachim Gies zu sehen. Gezeigt werden Fotografien umgenutzter und brachliegender Tankstellen aus den 50er-Jahren.

In der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K20 können die Besucher einen Blick auf das facettenreiche Werk des Künstlers Günther Uecker richten, der weit mehr zu bieten hat als seine weltberühmten Nagel-Reliefs. Uecker ist mit etwa 60 Werken aus fünf Jahrzehnten im K20 zu sehen. Direkt an seinen Werken laden Kunstexperten die Besucher zu Gesprächen ein. Die Stiftung Schloss und Park Benrath hat den Moderator, Autor und Wanderer Manuel Andrack als Gast eingeladen. In zwei Lesungen präsentiert der ehemalige Redaktionsleiter von Harald Schmidt Auszüge aus seinem Buch "Gesammelte Wanderabenteuer", das sich mit den schönsten Wegen zwischen Rhön und Eifel beschäftigt. Die beiden Lesungen um 21.30 und 22.45 Uhr sind inhaltlich verschieden und können unabhängig voneinander besucht werden. Darüber hinaus bekommen die Besucher bei Kuratorenführungen durch die Fotografieausstellung "Horst Schäfer. Benrath. Fotografien." einen Einblick in das Leben rund um das Schloss der 50erund 60er-Jahre.

Der Kunstraum Brunnen 10 versteht sich als gemeinsame künstlerische Arbeits- und Ausstellungsstätte. So vielfältig wie die Kunst sind auch die Künstler. Olga Breininger, Kerstin Grobler, Markus Großmann, Elisabeth Wagner und Georg Weishaupt zeigen Malerei und Lichtkunst, Gastkünstler Patrick Borchers präsentiert seine Videokunst. Im Schlösser Quartier Bohème & Henkel-Saal steigt die Party zur Nacht der Museen - mit magischen Licht-Animationen, Projektionen und vielen weiteren Überraschungen.

Quelle: RP
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