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Düsseldorfer hat eine Chance auf den "Oscar"

Düsseldorf: Düsseldorfer hat eine Chance auf den "Oscar"
"Mustang" erzählt die Geschichte fünf junger Mädchen, die in der türkischen Provinz gegen überholte Moralvorstellungen rebellieren. FOTO: Vistamar Filmproduktion
Düsseldorf. "Mustang" hat schon viele Preise abgeräumt. Nach dem Europäischen Filmpreis könnte er für den "Oscar" nominiert werden. Von Saskia Nothofer

Ihr Zuhause verwandelt sich für fünf türkische Schwestern immer mehr in ein Gefängnis. Doch der Drang nach Selbstbestimmung der jungen Frauen ist groß. Sie widersetzen sich den Restriktionen und kämpfen für ihre Freiheit. "Mustang" lautet der Titel des türkischsprachigen Films, der diese Geschichte erzählt. Entstanden ist er durch die Düsseldorfer Produktionsfirma Vistamar in Zusammenarbeit mit französchen Produzenten und der türkischen Regisseurin Deniz Gamze Ergüven. Es ist der erste Film der jungen Frau.

Fotos: Das sind die Gewinner der Oscars 2016 FOTO: afp, rix

In zwei Kategorien - bester Film sowie bestes Erstlingswerk - ist das Drama nun für den Europäischen Filmpreis nominiert. Morgen wird die Verleihung in Berlin stattfinden.

Schon in den letzten Monaten hat "Mustang" viele renommierte Auszeichnungen, wie etwa den Prix Lux des Europaparlaments, den großen Preis von Odessa sowie Preise in den USA und Sarajevo erhalten. Nach dem Europäischen Filmpreis geht es dann sogar um noch Größeres: "Frankreich hat ,Mustang' in der Kategorie 'Bester fremdsprachiger Film' für die ,Oscars' eingereicht", sagt Frank Henschke von der Vistamar Filmproduktion. "Unser Film hat sich also gegen den Gewinner der Goldenen Palme durchgesetzt." Im Januar wird sich entscheiden, ob es das Drama unter die fünf Nominierten geschafft hat. Auch für die "Golden Globes" ist er nominiert.

Fotos: Das sind die Golden-Globe-Nominierungen 2016 FOTO: ap

Beim Publikum kommt der Film gut an, gezeigt wurde er bisher in Frankreich, der Türkei und den USA. Vor allem über den Erfolg in der Türkei freut sich das Produktionsteam: "Wir sind froh, dass der Film dort nicht zensiert wurde", sagt Henschke. Denn das Land sei gespalten. Die traditionelle, konservative Seite habe zwar negativ über den Film berichtet. "Aber die Liberalen lieben ihn." Das Besondere sei der feminine Blick auf die Thematik durch Regisseurin Ergüven. "Diese Perspektive ist einzigartig", so Henschke.

In Deutschland soll "Mustang" ab März 2016 in die Kinos kommen.

Quelle: RP
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