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Veranstaltungs-Tipps
Ein Festival für elektronische Musik

Düsseldorf. Vom 22. bis zum 26. November laden Musiker und Komponisten zum Approximation Festival in Filmwerkstatt und Salon des Amateurs ein. Von Sven André Dreyer

Die herbstliche, dunkle Jahreszeit könnte besser nicht gewählt sein, um die mitunter träumerische, oftmals verspielte und neuklangliche Musik in einem intimen Rahmen entdecken zu können. Die Besucher erleben an fünf Abenden Nebulöses und Verschlungenes, Energetisches und Experimentelles, Technologisches und Klassisches - eine Musik also, die irgendwie zum Jahresende passt.

Das Appromixation Festival ist initiiert und kuratiert vom Düsseldorfer Komponisten und Pianisten Volker Bertelmann, der als Hauschka vor allem durch seine experimentellen Einspielungen auf dem Präparierten Klavier bekannt geworden ist. Der Schwerpunkt des Festivals lag bei der ersten Ausgabe 2005 zunächst auf der Schnittstelle von Klavier und elektronischer Musik. Wie der Name des Festivals bereits verrät, entwickelte sich aus dem Gedanken der Annäherung (Approximation) ein Programm, das stilistisch in die Extreme geht und das Klavier bei genreübergreifenden und kontrastreichen Konzerten neu in Szene setzt - letztlich auch, um alte Hörgewohnheiten aufzubrechen. Beim diesjährigen Approximation Festival zeigt das Piano als Herzstück, wie facettenreich das Instrument sein kann.

Das Festival findet erneut in den Räumen der Filmwerkstatt sowie natürlich in seiner Geburtsstätte, dem Salon des Amateurs statt. Hier sind einige Höhepunkte des Programms kurz vorgestellt:

Dienstag, 22. November Um 19 Uhr eröffnet das Festival mit dem Film "Sarajevo songs of woe" des deutsch-ungarischen Regisseurs Fred Kelemen, der in der Filmwerkstatt, Birkenstraße 47, gezeigt wird. Das filmische Triptychon, das aus den Erzählungen "Blue ballad for lovers", "Blue psalm for wolves" und "Blue rondo for survivors" besteht, zeigt in langen Einstellungen die verschiedenen Protagonisten und verwebt sie zu einem filmischen Reigen aus Hoffnung und Verzweiflung, Liebe und Tod. Ebenfalls in der Filmwerkstatt spielt an diesem Tag ab 19.30 Uhr der britische Pianist John Tilbury Werke von Morton Feldman und Samuel Beckett. Mittwoch, 23. November Gemeinsam mit dem luxemburgischen Pianisten und Komponisten Francesco Tristano geben die israelische Cembalistin, Pianistin und Dirigentin Tamar Halperin sowie der amerikanische Pianist Cory Smythe ab 21 Uhr im Salon des Amateurs ein Konzert mit dem Titel "tête-à-tête". Die Gäste sollen Fusion aus Klassischem und Elektronischem spielen. Donnerstag, 24. November Für einen Abend im Salon des Amateurs finden ab 21 Uhr die deutsch-ukrainische Pianistin Marina Baranova und der in Paris geborene Komponist Daniel Wohl, der heute in New York lebt, für einen experimentellen Klangausflug zusammen. Freitag, 25. November Um 20.30 Uhr setzt sich das Line-up im Salon des Amateurs aus den Musikern Antonio d Luca & The Mu Quintet, dem Briten Matthew Bourne und Super Flu alias Feliks Thielemann und Mathias Schwarz und Rahel zusammen.

Samstag, 26. November Das Abschlusskonzert des Festivals beginnt u 21 Uhr ebenfalls im Salon des Amateurs. Es spielt der amerikanische Sänger, Komponist und Performance-Künstler Dorian Wood mit dem im Jahr 2006 gegründeten britischen Duo "Patten", dessen Spezialität elektronische Musik mit stark experimentellen Einflüssen ist.

Quelle: RP
 
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