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Düsseldorf
Ein neuer Klavierwettbewerb für die ganz jungen Talente

Düsseldorf. Der international ausgeschriebene Wettbewerb "Robert Schumann Competition" sucht preiswürdige Pianisten bis zum Alter von 20 Jahren. Von Regine Müller

Klavierwettbewerbe gibt es fast wie Sand am Meer. Die berühmtesten finden in Warschau (Chopin), Moskau (Tschaikowsky), Brüssel (Reine Elisabeth) und Bozen (Busoni) statt. In Deutschland ragt der Leipziger Bach-Wettbewerb heraus, und auch der Bonner Telekom-Wettbewerb bemüht sich um internationales Renomée. Alle diese Wettbewerbe richten sich an fertige Pianisten an der Schwelle ihrer Karriere, für die ein Wettbewerbsgewinn einen kräftigen Schub zu bringen pflegt und für die alles entscheidende Aufmerksamkeit sorgt.

Der Nachwuchs ist in Sachen Kräftemessen an den schwarz-weißen Tasten hierzulande bislang angewiesen auf den Wettbewerb "Jugend musiziert", der allen Altersklassen die Möglichkeit gibt, sich vom regionalen Wettbewerb über die Landesentscheidung bis hin zum Bundeswettbewerb hochzukämpfen.

Doch nun soll es eine Alternative zur etwas mühseligen Prozedur von "Jugend musiziert" geben. denn im März wird im Partika-Saal der Düsseldorfer Robert-Schumann-Hochschule die erste Ausgabe der "Robert Schumann Competition" über die Bühne gehen.

Professorin Barbara Szczepanska, die an der Düsseldorfer Hochschule Klavier und Kammermusik unterrichtet, hat dort bereits 2008 gezielt einen Studiengang für Jungstudenten eingerichtet und ergänzend das Hochbegabtenzentrum Schumann Junior gegründet. Bei dem neuen Wettbewerb, der vom Verein der Freunde und Förderer der Robert-Schumann-Hochschule veranstaltet wird, sitzt sie der Jury vor, in der sechs weitere internationale Kollegen in jeweils zwei Runden die Kandidaten beurteilen. Drei Altersklassen treten an: Kategorie A endet bei 13 Jahren, B bei 17 und C bei 20 Jahren.

Gefordert wird von allen Altersklassen ein ähnliches Repertoire: Zu Beginn ein Werk von Johann Sebastian Bach, dann eine "virtuose Etüde", wie es vieldeutig heißt, sodann ein Werk des Namensgebers Schumann. Die Vortragslängen wachsen mit dem Alter und enden bei maximal 30 Minuten in der zweiten Runde der höchsten Altersklasse.

Ein ganz klassischer Wettbewerb also, der öffentlich ist und dessen höchster Preis mit 5000 Euro dotiert ist. Erfreulich ist, dass die Jurymitglieder sich verpflichten, Teilnehmer nicht zu bewerten, die sie in den letzten zwei Jahren unterrichtet haben. Das sorgt für Fairness und Transparenz.

Info: schumann-competition.com

Quelle: RP
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