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Gastrotipp
Eine Reise quer durch Asien

Düsseldorf. "Der Asiate" nennt sich das Restaurant Vivu. Es gibt Japanisches, Vietnamesisches, Chinesisches und mehr - ohne Geschmacksverstärker. Von Birgit Wanninger

Es ist wieder da, das Vivu. Früher war es ein kleines Restaurant an der Moltkestraße mit vietnamesischen Spezialitäten. Jetzt zaubert Thanh Viet Nguyen an der Kanonierstraße, während seine Frau Thi Minh Vuong Nguyen für den Service zuständig ist.

Das neue Vivu nennt sich auch "Der Asiate", hat aber, was die Einrichtung betrifft, wenig mit einem asiatischen Restaurant gemein. Es sind die Räume des ehemaligen Da Capo, einem Italiener. Die edlen Holz-Tische und Stühle sind geblieben. Dazu gekommen sind ein bisschen Farbe an den Wänden und ein auffälliges Wandgemälde, bei dem ein kräftiges Hellblau dominiert. Das hat Art-Direktor Khan Huy Nhuyen, ein Verwandter, gezeichnet. Es zeigt einen Drachen auf dem halb Asien mit Essmotiven verewigt ist - unter anderem ein kleiner Junge in einer Reisschüssel und jede Menge bunte Kois. Weniger asiatisch, aber dennoch sehr markant ist die große Kinderecke mit Spielwiese und Kinderbettchen.

Die Idee dazu hatte die Chefin, weil sie selbst Mutter zweier kleiner Kinder (ein und drei Jahre) ist. Das war auch der Grund, aus dem das Ehepaar vor drei Jahren sein erstes Restaurant aufgab. Während Thi Minh Vuong Nguyen sich um die Kinder kümmerte, ließ sich Ehemann Thanh, ein gelernter Koch, noch zum Sushi-Meister ausbilden. Ein Dim-Sum-Meister aus Hongkong und ein vietnamesischer Küchenmeister komplettieren die Riege fürs Kochen asiatischer Spezialitäten im Vivu.

Die Karte bietet einen geschmacklichen Überblick aus zahlreichen asiatischen Ländern. Da ist das umfangreiche Angebot an Sushi. Meister Nguyen hat die ehemalige Theke zur Suhisbar umfunktioniert. Ob Nigiri oder Maki, vegetarisch und roher Fisch, Nguyen hat das komplette Angebot, oder besser: was der Markt frisch hergibt. Der Gast kann die Sushis einzeln bestellen oder als Set (ab 15 Euro). Selbstverständlich gibt es auch Sashimi, also rohen Fisch ohne Reis. Obwohl: Die Kunst des Sushi-Meisters ist es, den perfekten Reis zu zaubern - da hat jeder seine Geheimnisse und Tricks, auch Nguyen.

Zu den Vorspeisen zählen selbstverständlich die Goi Cuon - die vietnamesischen Sommerrollen, (5,20 Euro), wahlweise mit Garnelen oder hausgemachtem Tofu. Goi Cuon werden kalt serviert.

Sie sind auch auf der wunderbaren Vorspeisenplatte (19,90 Euro), die eine kleine Reise durch Asien beinhaltet. Sommerrolle, zweierlei Frühlingsrollen (China), Saté (Malaysia), Kimchi (Korea/ - der eingelegte Kohl ist allerdings nicht so scharf), gegrillte Rinderhackspieße ummantelt mit Betelpfefferblättern, dazu vier Dips. Bis auf die süß-saure Sauce ist alles selbst gemacht: Fein abgeschmeckt ist die Erdnusssauce (für die Satés) und die Nuoc Mam (Vietnam) enthält jeden Geschmack, von süß, sauer bis scharf.

Im Vivu verzichten die Köche auf Geschmacksverstärker. Dennoch sind die großen Nudelsuppen - mit Roastbeef in Rinderbrühe (11,90 Euro) oder Hühnerbrühe mit Teigtaschen und Granelen gefüllt (11,50 Euro) - wunderbar aromatisch. Fein im Geschmack die knusprige Ente mit Mango und Kokossauce (13,50 Euro), leicht scharf - auf der Speisekarte steht mittelscharf - das Thai Curry mit Garnelen. Unbedingt probieren solle man die Reisvermicelle, die kalten feinen Reisnudeln (ab 10,80 Euro), die es mit unterschiedlichen Beilagen gibt, bei denen man alles untereinander mischt. Um es kurz zu sagen: Im Vivu kann man kulinarisch durch halb Asien reisen.

Quelle: RP
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