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Gastro-Tipp
Ente à la carte einmal anders

Düsseldorf. In Lohausen hat vor kurzem ein China-Restaurant eröffnet, das Enten- und Meeresfrüchte-Spezialitäten bietet - und natürlich ein großes Büfett. Von Birgit Wanninger

Es ist noch gar nicht so lange her, da mussten Liebhaber der chinesischen Küche mindestens eine halbe Stunde mit dem Auto fahren, um zumindest annähernd feine Köstlichkeiten aus dem Reich der Mitte zu genießen. Venlo war da in der Regel die nächste Adresse. Denn hierzulande gab es nur Schweinefleisch süßsauer mit einer viel zu dicken Panade und Chop-Suey. Letzteres ein Gericht, das die Chinesen für die Langnasen an der Westküste der USA erfunden haben und das nichts anderes als Reste enthielt.

Glücklicherweise haben sich die Zeiten geändert. Bekanntlich ist die chinesische Küche sehr vielfältig und sehr fein und fantasievoll. So gibt es inzwischen zahlreiche Spezialitäten-Restaurants, vor allem in der Innenstadt rund um die Stresemannstraße. Doch jetzt hat in Messe-Nähe, in Lohausen, ein neues Lokal eröffnet: das China Star Cuisine. Es ist ein Neubau auf dem ehemaligen Parkplatz an der Niederrheinstraße, der abends schon von weitem wie ein Weihnachtbaum leuchtet. Denn das Gebäude ist ein Solitär mit großem Parkplatz.

Das Haus erstrahlt so hell, weil es große Fensterfronten gibt. Das Restaurant selbst ist äußerst elegant eingerichtet und besticht durch einen modernen chinesischen Stil. Es gibt helle Lederstühle, goldfarbene Tischdecken und viel Gold als Deko, ohne aufdringlich zu wirken.

Immerhin verfügt das China Star Cusine über 256 Sitzplätze. Doch die Größe fällt nicht auf, weil der Raum geschickt aufgeteilt ist in zwei Restaurantbereiche. Zwischen ihnen stehen große, goldfarbene Säulen, die Bambusstangen nachempfunden sind. Es gibt gleich zwei Büfetts. Das Große überzeugt mit einem riesigen Angebot für das Mongolian-Barbecue. Frische Fische, wie Seezunge, Flusskrebse und Garnelen sind ebenso vertreten wie Känguru- und Krokodilfleisch (16,90 Euro).

Das Angebot an frischem Gemüse fällt ebenfalls üppig aus. Und die klassischen chinesischen warmen Speisen kommen, das ist sehr angenehm, immer wieder frisch in die Warmhalteschüsseln. Außerdem gibt es ein (kleineres) Büffet fürs Dessert, das vor der Küche aufgebaut ist. Von dort kann der Gast die Köche beobachten, die kräftig ihre Woks schwingen.

Unbedingt empfehlenswert sind die à la carte Gerichte - auch, wenn die Karte nicht so umfangreich ist wie in manchen China-Restaurants. Auffällig sind die abwechslungsreichen Fischgerichte wie die köstlichen gegrillten Muscheln mit Spargel und Knoblauch-Sauce (22,80 Euro). Der Hummer (330 Gramm) mit Spargel und Ingwer ist eine Delikatesse. Auch findet sich auf der Karte eine Hummersuppe mit Ingwer (11,80 Euro).

Zudem gibt es zahlreiche Entengerichte. Das fängt schon mit der traditionellen sauer-scharfen Suppe an (4,80 Euro), die mit Entenfleisch serviert wird. Gleiches gilt für die Frühlingsrolle. Sie ist mit Sprossen und Entenfleisch gefüllt. Für einen beachtlichen Preis von 6,80 Euro (Loempias mit Gehacktem kosten normalerweise um die 3,50 Euro) hätte der Koch aber in den knusprigen Teig ruhig mehr Entenfleisch füllen können. Dafür überzeugten aber die Enten-Hauptgerichte. Klassisch mit frischer Mini-Ananas in süß-saurer Soße (18,80 Euro) kennt sie fast jeder. Eleganter und feiner im Geschmack ist die knusprige Ente mit frischer Mango in einer süß-sauren, aber leicht scharfen Soße. Wer die knusprig-knackige Pekingente probieren möchte, sollte es zu zweit tun (38,80 Euro), denn dann ist sie wesentlich preiswerter als für eine Person (28,80 Euro).

Quelle: RP
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