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Veranstaltungs-Tipps
Filme aus der arabischen Welt

Düsseldorf. Das Kino Black Box im Filmmuseum zeigt einen Monat lang Werke, die einen Beitrag zum Verständnis der arabischen Kultur leisten sollen. Von Julia Brabeck

Laut des UN-Flüchtlingswerks sind weltweit 65 Millionen Menschen auf der Flucht. Nach Europa kommen vor allem Flüchtlinge aus dem Nahen Osten und Nordafrika. Oftmals aus Unwissenheit nimmt die Islamfeindlichkeit zu. Mit der Filmreihe "Positionen zur arabischen Welt" möchte das Filmmuseum Düsseldorf einen Beitrag zur Verständigung leisten. Vom 2. bis zum 30. September werden in der Black Box, dem Kino im Filmmuseum an der Schulstraße 4, sechs Filme aus fünf Ländern gezeigt. Die Filme thematisieren das Leben an Orten, wo Terror, Unterdrückung und Gewalt herrschen. Die Werke sind im Original mit Untertiteln zu sehen.

"Nader und Simin - eine Trennung" aus dem Jahr 2011 eröffnet die Reihe. Regisseur Ashgar Farhadi erzählt die Geschichte eines Ehepaares, das in Teheran vor grundlegenden Entscheidungen steht. Simin möchte den Iran verlassen. Da ihr Mann Nader seinen kranken Vater nicht alleine lassen möchte, reicht Simin die Scheidung ein. Termine: Freitag, 2. September, 19 Uhr und Sonntag, 11. September, 17.30 Uhr.

"Das Mädchen Wadjda" aus dem Jahr 2012 ist der Debütfilm der saudi-arabischen Regisseurin Haifaa Al Mansour. Wadjda lebt mit ihrer Mutter in Riad. Sie ist ein aufgewecktes Mädchen, das gern Dinge täte, die der Islam für Mädchen nicht vorsieht - Fahrrad fahren etwa oder sich die Fingernägel lackieren. Als Wadjda ihr Traumfahrrad entdeckt, bemüht sie sich mit Geschick und Tricks, genug Geld aufzutreiben. Termine: Sonntag, 4. September, 14.30 Uhr und Sonntag, 18. September, 13 Uhr.

"Osama" aus dem Jahr 2003 ist der erste afghanische Spielfilm nach dem Sturz der Taliban. Er erzählt die Geschichte eines zwölfjährigen Mädchens, das - von der Mutter als Junge verkleidet - für den Lebensunterhalt der Familie sorgen muss. Regisseur Siddiq Barmak zeigt die Auswirkung der Schreckensherrschaft auf die Frauen. Termine: Samstag, 10. September, 19 Uhr und Sonntag, 18. September, 15 Uhr.

Ossama Mohammed, syrischer Filmemacher und seit 2011 im Pariser Exil, zeigt mit dem Film "Silvered Water, Syria Self-Portrait" die Auswirkungen des syrischen Bürgerkrieges. Mit Hilfe von Handyvideos und privaten Aufnahmen versucht der Dokumentarfilm aus dem Jahr 2014 einen neuen persönlichen Blick auf diese Katastrophe zu werfen. Der Produzent Orwa Nyrabia wird anwesend sein und nach dem Film über die syrische Kinokultur sprechen. Termin: Mittwoch, 14. September, 20 Uhr.

Der Film "Schwarze Tafeln" aus dem Jahr 2000 ist der zweite Spielfilm des damals erst 20-jährigen Samira Makhmalbaf und ein Beispiel für die jungen, humanistischen und politisch engagierten Kinos aus dem Iran. Die Handlung: Im vom Krieg geprägten iranischen Teil Kurdistans wandern zwei Lehrer mit großen Schultafeln auf dem Rücken durch die karge gebirgige Grenzlandschaft Richtung Irak, um sich auf der Suche nach Schülern, Verpflegung und Unterkunft zu verdienen - eine zumeist vergebliche Mission. Termine: Mittwoch, 21. September, 20 Uhr und Sonntag, 25. September, 14.30 Uhr.

"Die große Reise" aus dem Jahr 2004 handelt von einer Pilgerreise mit dem Auto von Frankreich gen Mekka. Die Reise vertieft die Beziehung des gläubigen Vaters mit dem ungläubigen Sohn, der lieber mit seiner Freundin zusammen wäre, jedoch mit seinen Wünschen am Starrsinn des Vaters abprallt. Termine: Sonntag, 25. September, 12 Uhr und Freitag, 30. September, 19 Uhr.

Quelle: RP
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