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Düsseldorf
Förderpreisträger Hartmannmueller im Tanzhaus NRW

Düsseldorf. Eben noch gekürt mit dem Förderpreis für darstellende Kunst der Stadt Düsseldorf, jetzt eine Premiere auf der ausverkauften kleinen Bühne des Tanzhauses: Simon Hartmann und Daniel Ernesto Müller, Ensemblemitglieder der Ben J. Riepe Kompanie und als Duo Hartmannmueller unterwegs, beklagen sich nicht über mangelnde Aufmerksamkeit. Ihr neues Werk "it is what it is" ist eben nicht, was der Titel verspricht. Die Aufführung spielt mit den Ebenen von Erzählung und Performance. Ein unzuverlässiger Erzähler, eine amerikanische Stimme aus dem Off, kommentiert das Geschehen.

Die beiden Protagonisten gehen in schwarzer Arbeitskleidung unaufgeregt ihren Aufträgen nach. Mueller zerstört Blumen, Hartmann häuft Altmetallteile an und schlägt auf sie ein. Ihr Tun bleibt unerklärlich, aber es übt eine faszinierende Wirkung aus, dazu kommen Ironie und ein verschrobener Humor. Getanzt wird nicht, auch wenn Mueller einen überraschenden und erschreckenden Salto-Sturz demonstriert. Ansonsten schlägt er die Blumen mit einem Hammer kaputt. Die auseinanderspritzenden Blütenblätter werden Ersatz für den Tanz.

Irgendwann verwandeln sie sich in Superman und Batman, lassen sich von zwei nahezu identisch gekleideten Frauen in Schwarz vertreten und von einem Gitarristen mit Verstärker begleiten. Hier ist vieles Illusion, die in der Wirklichkeit verankert bleibt, es ist das bislang stärkste Stück von Hartmannmueller, großen Applaus gab es dafür. Thomas Hag

Quelle: RP
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