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Ausstellungs-Tipps
Glas und Keramik in Museen sehen

Düsseldorf. Das Hetjens-Museum zeigt ab morgen südamerikanische Keramiken. Auch Glaskunstwerke aus Osteuropa sind in Kulturstätten Düsseldorfs zu sehen. Von Holger Lodahl

Tönerne Schätze der Anden Im 15. Jahrhundert beherrschte das Volk der Inka ein Gebiet von Kolumbien bis Chile. Die Menschen verehrten einen Sonnengott und schufen die Bergstadt Machu Picchu. Im 15. Jahrhundert begannen die Inka mit Eroberungsfeldzügen. Die wechselvolle Geschichte dieser Kultur ist insbesondere durch die Keramik überliefert. Ob Porträtdarstellungen, Opfergefäße oder Musikinstrumente: Keramik war beim Volk der Inka und seinen Vorgängern als Ritual- und Alltagsgegenstand allgegenwärtig.

Die neue Ausstellung im Hetjens-Museum gibt Einblicke in die Lebenswelt präkolumbianischer Kulturen. So sind die streng geometrisch gestalteten Transportgefäße der Inka und die farbenreichen Darstellungen von Raubkatzengöttern der Nazca zu sehen. Die Ausstellung "Tönerne Schätze der Anden" eröffnet heute, 18 Uhr. Das Museum befindet sich an der Schulstraße 4 und hat dienstags bis sonntags, 11 bis 17 Uhr, mittwochs bis 21 Uhr geöffnet.

Slowakisches Glas Sowohl wirtschaftlich als auch künstlerisch spielt Glas in der Slowakischen Republik eine lebendige Rolle. Bekannte Vertreter dieser Kunstsparte sind Palo Macho und Jana Hojstrièová. Sie verschmelzen große Glasplatten mit fotografischen Aufnahmen und betten auch Abbildungen menschlicher Haut und Kleidung in das Glas ein. Im Museum Kunstpalast am Kulturzentrum Ehrenhof sind zurzeit sieben ihrer gemeinsamen Arbeiten zu sehen.

Diese Ausstellung nahmen die Designer Patrik Illo und Aleksandra Stencel zum Anlass für neue Entwürfe und schufen eine ironische Retro-Designserie, bei der alte Dekortechniken, etwa der Goldrand und der mechanische Ätz-Dekor, wieder zum Zuge kommen. Siebdrucke alter Illustrationen führen auf den Gläsern zu wundersamen Begegnungen, etwa der eines Toreros mit einem Hirschkäfer. Die Ausstellung "Slowakisches Glas - Installationen von Palo Macho und Jana Hojstrièová.

Design von Patrik Illo und Aleksandra Stencel" wurde von Dedo von Kerssenbrock-Krosigk kuratiert und vom Polnischen Institut Düsseldorf unterstützt. Zu sehen ist die Schau noch bis zum 4. September im Museum Kunstpalast, Ehrenhof 4-5. Die Öffnungszeiten sind dienstags bis sonntags, 11 bis 18 Uhr, donnerstags bis 21 Uhr. Renato Santarossa Das Spiel von Licht, Schatten und Transparenz ist eng verbunden mit dem Namen Renato Santarossa.

Die Glasgalerie Welti widmet dem Künstler zurzeit eine Ausstellung. Der in Bozen, Italien, geborene Künstler war 1975 Künstlerischer Leiter bei der Firma W. Derix - Atelier für Mosaik und Glasgestaltung in Düsseldorf. Seit 1976 arbeitet er als freischaffender Künstler und bekam 1979 den ersten Staatspreis Nordrhein-Westfalens ,,Glas und Farbe". Es folgten zahlreiche andere Auszeichnungen und Ausstellungen in Europa, Japan und der USA.

Seine Arbeiten finden sich in vielen öffentlichen Sammlungen dieser Länder. Das Interesse an der Architektur führte Renato Santarossa auf neue Wege der Glasanwendung im öffentlichen Raum. Ein Beispiel hierzulande ist die Fenstergestaltung der Robert-Schumann-Musikhochschule Düsseldorf. Andere Impulse für sein künstlerisches Schaffen kamen aus der Entwicklung der Glasindustrie, zum Beispiel Farbgläser, die je nach Lichtquelle ihre Farben verändern.

Objekte, die aus diesem Glas entstanden sind und viele seiner Bilder sind bis zu Mitte Juli, dienstags bis freitags, 11 bis 18 Uhr, samstags bis 16 Uhr in der Galerie Welti an der Heinrich-Heine-Allee 15 zu sehen.

Quelle: RP
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