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Gastro-Tipp
Griechisch essen in Bilk

Gastro-Tipp: Griechisch essen in Bilk
FOTO: Endermann Andreas
Düsseldorf. In der Taverne Savas werden griechische Spezialitäten in schlichtem, rustikalem Ambiente serviert. Unaufdringlich ist ein Teil des Lokals modernisiert worden. Von Holger Lodahl

Um es vorweg zu nehmen: Mit edler Küche und gestylter Innenausstattung hat das Savas nichts gemein. Es scheint vielmehr, als wolle die Taverne den sonst so allgemeinen Trend zu hochwertiger und teurer mediterraner Küche ignorieren. Aber die Taverne Savas bietet griechische Spezialitäten nah an den Originalen zu vernünftigen Preisen. Der Gastraum wurde vor kurzem dezent renoviert und hat nun mehr Plätze. Auch die Speisekarte wird regelmäßig erweitert.

Und diese Speisekarte bietet viele Mezedes an. Zu diesen kleinen Gerichten gehören klassisch die Patates sto fourno (knusprige Kartoffelscheiben, drei Euro), Fava (pürierter Plattbohnen-Salat, vier Euro) sowie Loukaniko me Prasa (eine gebratene Bauernwurst mit Lauchzwiebeln, acht Euro) und eine ganze Reihe weiterer Speisen, die auf kleinen Tellern auf den Tisch kommen und unter erfahrenen Gästen gern getauscht werden. Beim Aussehen bleibt das Servierte meist schlicht. Der Kefalotiri-Saganaki (ein griechischer und gebratener Hartkäse, sieben Euro) und auch die Piperies Florines (mit Schafskäse gefüllte Paprika, fünf Euro) liegen pur auf dem weißen Teller ohne jeglichen Schnickschnack. Geschmacklich aber überzeugen die Speisen mit Würze, Knoblauch und einer guten Portion Öl, das mit viel frischem Brot gern zu einer eigenen kleinen Speise aufgewertet wird.

Wer sich nicht zwischen einzelnen Mezedes entscheiden möchte, bestellt einen Vorspeisenteller. Es gibt ihn in drei Größen - schon die mittlere Variante (zehn Euro) reicht als Vorspeise für zwei Personen und bietet weitere, sehr würzige Kleinigkeiten wie die gefüllten Weinblätter, Auberginenpaste und ein Kartoffelpüree, das ein Vielfaches an Knoblauch vom Zaziki zu enthalten scheint - Geschmackssache. Wer es fleischlos mag, sollte bei der Bestellung seinen Wunsch deutlich äußern. Der Veggie-Hype ist im Savas noch nicht angekommen. So finden Fleischliebhaber eine große Auswahl. Die Souvlaki gibt es in drei kräftig-würzigen Varianten (Schwein, Hähnchen, Pute, ab sieben Euro) und sind eine Freude für Griechenland-Fans. Ähnlich mächtig sind die Paidakia (Lammrippchen, 14 Euro) und Mpekri (Schwein mit Schafskäse in Weinsoße, zehn Euro). Klassisch für eine griechische Taverne (was übersetzt "einfaches Gasthaus" heißt) sind Meerestiere wie die Tsipoura (Dorade, 14 Euro) und Koutsoumoura (Rote Barben, zwölf Euro) - alles üppige, appetitliche Tellergerichte. Besonders beliebt bei Stammgästen ist der Oktapodi. Der gegrillte Tintenfisch ist würzig und mit ordentlich Knoblauch (zwölf Euro). Ähnlich gut sind auch die Garides Saganaki (Garnelen aus der Pfanne), die mit 18 Euro das teuerste Gericht im Savas darstellen.

Prächtig sind die Salate. Der üppige Bauernsalat entzückt mit tiefroten Tomaten und weißem Schafskäse (acht Euro), während der Radikia (Löwenzahn, fünf Euro) eine gute, aber schlichte Vorspeise darstellt.

Junior-Chef Theo Saridis hat den hinteren Raum der Taverne Savas renoviert, ohne dem Lokal seine Urtümlichkeit zu nehmen. Außerdem gibt es nun viele Plätze im Außenbereich. "Auf edel machen wir aber nicht", sagt Saridis. "Wir haben ein Stammpublikum, das wir behalten möchten. Es geht uns um das gemeinsame Genießen von gutem Essen zu stabilen Preisen." Zum ländlichen Griechenland-Flair passt auch die Rembetiko. Die griechische Volksmusik dürfte zu später Stunde für gute Laune sorgen. Das Savas hat bis 5 Uhr früh geöffnet.

Quelle: RP
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