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Düsseldorf
Hans Pleschinski liest im Heine-Institut

Düsseldorf. "Ich bin ja ein bisschen düsseldorferisch geworden", sagt Hans Pleschinski zur Eröffnung seiner Lesung im Heinrich-Heine-Institut. Eine Beziehung zu Düsseldorf baute der Schriftsteller nämlich durch zwei seiner Bücher auf, die einen engen Bezug zur Stadt haben: "Königsallee", heißt das eine, "Ich war glücklich, ob es regnete oder nicht. Lebenserinnerungen von Elisabeth Sohn-Rethel" das andere. Beide Werke stellte er vor.

Die Memoiren der Malerin Elisabeth Sohn-Rethel erschienen jüngst in einer von Pleschinski herausgegebenen Ausgabe. Sohn-Rethel beschrieb darin auch ihren Alltag in Düsseldorf. 1883 etwa schilderte sie ihre Eindrücke, als das große Rheinhochwasser der Stadt einiges abverlangte. Die Malerin fühlte sich teilweise "daheim wie im Urlaub in Venedig", schrieb sie.

Im Roman "Königsallee" erzählt Pleschinski ebenfalls von einer historischen Figur nämlich von einem Zusammentreffen Thomas Manns mit seiner großen Liebe Klaus Heuser im Jahr 1954. Heuser, ein Düsseldorfer, war der Enkel von Elisabeth Sohn-Rethel. Bei den Recherchen zu "Königsallee", so Pleschinski, händigte Heusers Familie ihm die Memoiren der Vorfahrin aus. Gerade die Details seiner Düsseldorf-Recherchen stießen bei den Zuhörern im Heine-Institut auf großes Interesse. Dass die Gegend rund um den Jan-Wellem-Platz schon 1954 eine einzige Baustelle war, sorgte für Lacher.

Pleschinskis Lesung fand anlässlich der Ausstellung "Zeitenlese-Lesezeiten" von Isolde Ohlbaum statt, in der sie auch zwei Porträts des Autors zeigte. Bis Sonntag kann man die Fotografien noch im Heine-Institut und in der Stiftung Schloss und Park Benrath sehen.

(lmb)
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