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Düsseldorf
Henkel ehrt Luther-Expertin

Düsseldorf. Lyndal Roper erhält den mit 100.000 Euro dotierten Gerda-Henkel-Preis.

Die australisch-britische Historikerin Professor Lyndal Roper wird für ihre Forschung zu Martin Luther und dem Reformationszeitalter ausgezeichnet. "Ihre jüngsten Studien zur Biografie Martin Luthers werden im Lutherjahr 2017 sicherlich den Verlauf der Debatte über den Reformator mitbestimmen" heißt es im Urteil der Jury. Bereits im Juni ist ihre Biographie "Martin Luther. Renegade and Prophet" erschienen; voraussichtlich im September - also zeitig vor dem Jubiläum - wird sie auch in deutscher Übersetzung im Frankfurter S. Fischer Verlag publiziert.

Roper studierte in Melbourne Geschichte und Philosophie. 1985 wurde sie am Kings College der Universität London promoviert. Seit 2011 hat sie als erste Frau die berühmte "Regius"-Professur am Oriel College der Universität Oxford inne.

Im einstimmigen Jury-Urteil wurden Ropers "bahnbrechende Arbeiten" zur Sozial- Geschlechter- und Körpergeschichte, darunter auch Arbeiten zur Hexerei und Hexenverfolgung, gelobt.

Der internationale Gerda-Henkel-Preis wird alle zwei Jahre für herausragende Forschungsleistungen auf den Gebieten der Geschichtswissenschaft, der Archäologie und der Kunstgeschichte verliehen. Roper wird ihre Auszeichnung am 7. November in Düsseldorf entgegennehmen. Frühere Preisträger sind unter anderem der Kunsthistoriker Martin Warnke, der Ägyptologe Stephan Seidlmayer und die Islamwissenschaftlerin Gudrun Krämer.

Die Auszeichnung an die Luther-Forscherin wird in einem Jubiläumsjahr vergeben. Denn die Gerda- Henkel-Stiftung besteht in diesem Jahr seit vier Jahrzehnten. In dieser Zeit hat Lyndal Roper rund 6400 Forschungsprojekte auf der ganzen Welt mit mehr als 140 Millionen Euro unterstützt.

Quelle: RP
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