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Gastro-Tipp
Ibiza-Flair und scharfe Eintöpfe

Düsseldorf. Im ehemaligen Suppenwerk an der Wiesenstraße hat vor Kurzem die bora-bora-Bar eröffnet: ein Bistro und Treffpunkt nach der Arbeit. Von Isabel Klaas

Ein bisschen Ibiza-Atmosphäre soll bald im Gewerbegebiet im Düsseldorfer Ortsteil Heerdt herrschen. Dafür wollen Angi Guntermann (24 Jahre), ihr Freund Niklas Mohr (23) und Angies Mutter Christa sorgen. Das Trio hat das ehemalige Suppenwerk in der alten Verzinkerei übernommen und ist mit Elan bei der Arbeit. Veranstaltungskauffrau Angi Guntermann sprüht geradezu über vor Ideen für die nächsten Monate. Vor zwei Monaten hat die Familie die bora-bora-Bar eröffnet, ganz nach dem Vorbild ihres Lieblingsferiendomiziles auf Ibiza: verschiedene Türkistöne, ein bisschen graue Farbe, das Mobiliar im weiß getünchten Vintage-Look und aus Holzpaletten zusammengezimmert, alles sehr liebevoll kombiniert, ein bisschen schräg und improvisiert, aber auf einem guten Weg, sollte man meinen.

Vor allem das ehemalige Pförtnerhäuschen ist einen Besuch für Kaffee, Muffins oder einen leckeren Nachtisch wert. Eine Handvoll Menschen finden dort Platz - mehr nicht. Die alte Lastenwaage vor dem Häuschen funktioniert sogar noch, versichert Vermieter Hans-Heinrich Mückenheim, der froh ist, das enthusiastische Betreiber-Trio gefunden zu haben. Er selbst wird im April in der Etage über der Bar einen Schauraum für Blechspielzeug einrichten. Denn in diesem Monat wird seine Blechspielwaren-Fabrik Düsseldorf 25 Jahre alt.

Nun wartet Angi sehnsüchtig auf die ersten Sonnenstrahlen, bei denen sie ihren Besuchern außer den beiden Gasträumen im Gebäude ihr tolles Gewerbe-Hinterhof-Idyll öffnen kann, mit ebenerdiger Terrasse und wahrscheinlich bald noch mit kleiner Dachterrasse. So schnell wie möglich will die Event-Spezialistin auch ihre After-Work-Partys starten, bei denen DJ Theo Fitsos auflegt. Ein großer Vorteil: An der Wiesenstraße gibt es genug Parkplätze.

Einstweilen legt Angi drinnen schicke Chill-Musik auf und bedient vor allem ihre Mittagsgäste mit selbst gemachten Bocadillos mit frischem Belag und Suppen in jeder Variante: feuriger Sauerkraut-Eintopf mit Bratwurstbällchen, Birnen-Bohnen-Speck-Eintopf, Brokkoli-Suppe mit Croutons und Speck, Karotten-Sellerie-Apfel-Suppe mit Garnelen oder Pot au Feu mit Fisch sowie diverse Kuchen im Glas, Cremes oder Kuchen zum Nachtisch. Natürlich gibt es jedes Gericht auch als vegetarische Variante. Im Sommer soll die Karte mehr Salate mit Topping und Couscous bieten.

Geprobt wird derzeit auch an einem ultimativen Flammkuchen für die Gäste. Tapas und leckeres Brot mit Creme-Dip gibt es heute schon - und alles zu zivilen Preisen. Der Eintopf kostet 6,30 Euro, die Tapas mit viel Wurst und Schinken ebenfalls 6,30 Euro, der Tee 1,68 Euro, der Cappuccino 2,10 Euro. Alles wird mit Liebe zubereitet, und zwar in einer Cateringküche in Villich, sagt die Chefin. "Hier ist die Küche einfach zu klein und entspricht auch nicht den Anforderungen."

Für "ihr Baby" scheuen die neuen Besitzer weder Fahrtzeiten, noch andere Mühen. Ab sofort ist das bora-bora auch für Meetings, Events und Feiern geöffnet. "In Zukunft können wir den Flur mit nutzen, so dass 50 Leute Platz haben", sagt Angi Guntermann. Für diese Gelegenheit gibt es direkt vor Ort einen Cateringpartner, der auch ausgefallenere Speisen zubereitet. Derzeit läuft das Mittagsgeschäft gut an: "Die Beschäftigten hier sind einfach froh, dass sie mittags was Gesundes zu essen bekommen", sagt die Chefin. "Wenn endlich die Sonne scheint, dann kann man hier prima die Mittagspause draußen verbringen."

Quelle: RP
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