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Gastro-Tipp
Italienischer Kaffee mit Salat und Pasta

Düsseldorf. In der Kö-Galerie hat der italienische Kaffeeproduzent Illy eine Kaffeebar eröffnet. Auf südländisches Flair wird viel Wert gelegt. Es gibt auch gutes Essen. Von Julia Brabeck

Dass die Kaffeebar "Illy Caffé" in italienischer Schreibweise daherkommt, hat System. Ein Anspruch des neuen gastronomischen Betriebes in der Kö-Galerie ist, möglichst authentisch zu sein. Das fängt beim Personal an, das italienisch und deutsch spricht, und endet bei den Produkten, die alle nach Möglichkeit aus Italien importiert werden.

Weltweit findet man bereits mehr als 230 Illy-Lokale in 43 Ländern - in Metropolen wie Rom, Paris, San Francisco, Tokio, Hongkong und Amsterdam. Das Café in Düsseldorf ist das erste in Nordrhein-Westfalen und das größte in Deutschland. Ursprünglich war eigentlich das Franchise-Lokal in Berlin oder München geplant gewesen. Doch Geschäftsführer Alessandro Flaccomio setzte sich durch und brachte das Unternehmen nach Düsseldorf.

"Ich habe mich genau über die Stadt informiert und gesehen, dass Düsseldorf eine hohe Lebensqualität hat und hier Dinge noch wachsen", sagt Flaccomio. Ein Jahr lang hat er sich mit seinen Töchtern Giuliana und Olivella auf die Geschäftseröffnung vorbereitet, intensiv Deutsch gelernt und an Fortbildungen für die perfekte Kaffeezubereitung teilgenommen. Denn die vielen Kaffee-Varianten bilden die Spezialität von Illy Caffé. Da kommt es manchmal auf Millimeterarbeit an. Die Mühlen, welche die frischen Kaffeebohnen mahlen, müssen beispielsweise neu eingestellt werden, wenn sich die Wetterlage und damit die Luftfeuchtigkeit ändert.

Das Ergebnis kann sich auf alle Fälle sehen und genießen lassen. Der Cappuccino etwa - ein italienischer Frühstücksklassiker - wird mit einem samtigen Milchschaum serviert. Wer im Illy Caffé zu Besuch ist, sollte aber auf alle Fälle die weniger klassischen Kreationen probieren. Das freundliche und aufmerksame Personal erklärt gerne, was sich hinter Namen wie "Amore" und "Espresso Shakerato" verbirgt. "Marocchino" (3,50 Euro) beispielsweise besteht aus drei in einem Glas übereinander gefüllte Varianten in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen: unten heiße Schokolade, in der Mitte ein Espresso mit Kakao und als Abschluss eine Schicht aus Milchschaum. Wer an warmen Tagen etwas Erfrischendes kosten möchte, kann aus vielen kalten Spezialitäten wählen, die mit einer Espresso-Eiscreme zubereitet werden.

Im Illy Caffé kann aber auch gespeist werden. Morgens gibt es ein Frühstück. Es kann in typisch italienischer Weise zum Beispiel mit einem Kaffee und einem süßen Gebäckstück wie ein Schokobrötchen oder mit einer Rosinenschnecke gestaltet werden. Der Gast kann aber auch frischen Obstsalat (3,50 Euro) oder ein Müsli mit Früchten (3,90 Euro) oder herzhafte Brote bestellen. Mittags kehren viele Angestellte zu einem Imbiss ein. Nachmittags machen Shopper im Illy Caffé beladen mit großen Tüten eine Pause, bevor sie ihre Einkaufstour fortsetzen.

Angeboten werden zum Beispiel frische Tramezzini, ein mediterraner Salat mit Hähnchenbrust und Espresso-Vinaigrette (6,50 Euro) und ein veganer Salat mit Artischocken, Zucchini, Cherry-Tomaten und Mini-Kartoffeln (6,50 Euro). Auf der Tageskarte stehen täglich wechselnde Pasta- und Risotto-Gerichte. Das Mailänder Risotto hat die typische cremige Konsistenz und ist gut gewürzt. Allerdings wäre für die 9,90 Euro noch eine kleine Beilage oder Einlage angebracht. Da stehen die Ravioli mit Ziegenkäse (7,50 Euro) mit einem frischen Zitronenaroma und einer Basilikum-Soße in einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis.

Quelle: RP
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