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Japan-Tag 2016
Kulinarisch durch Klein-Tokio in Düsseldorf

Japan-Tag 2016 in Düsseldorf: Kulinarisch durch Klein-Tokio
Expertin Ute Winkels probiert die japanischen Nudeln Soba im Soba-An (Klosterstraße). Das Gericht gibt es warm, kalt und in den verschiedensten Variationen. FOTO: RED
Düsseldorf. Die Stadtviertel mit den meisten Japanern mögen linksrheinisch liegen. Das kulinarische Zentrum der Gemeinde aber schlägt im japanischen Viertel rund um die Immermannstraße. Wer authentisch-japanische Küche sucht, wird sie hier finden - wenn man weiß, wonach man suchen muss. Von Ludwig Krause

Ute Winkels berät als Japan Consultant Geschäftskunden in Business-Etikette und ist als Japanisch-Lehrerin an der Heinrich-Heine-Gesamtschule tätig. "Mit den Schülern gehe ich zu Okinii, auch wenn man dort eher wenige Japaner trifft", sagt sie. Gerade als Anfänger findet man dort aber eine Auswahl an verschiedenen Gerichten zu ordentlichen Preisen. "Für einzelne Spezialitäten empfehle ich aber andere Restaurants", sagt sie.

Und Spezialitäten bietet die japanische Küche einige: "Ich kenne kaum eine Küche, die so vielfältig ist." Frisch und fettarm zubereitet, mit viel Gemüse - das wiederum häufig eingelegt. Wer es dabei experimentell mag, kann zum Beispiel Nato probieren, gegorene Soja-Bohnen. "Das ist aber eher nichts für Anfänger", sagt Winkels.

Die asiatischen Supermärkte (hier Shochiku an der Immermannstraße) bieten typisch japanische Produkte wie Sesamöl und Sojasoße. FOTO: Anne Orthen

Wer typische Nudeln sucht, hat die Qual der Wahl. Das Soba-An (Klosterstraße 68) nimmt für sich in Anspruch, das einzige Soba-Restaurant Deutschlands zu sein. Die Buchweizennudeln werden hausgemacht, warm oder kalt gegessen und mit verschiedenen Zutaten wie Ei, Gemüse oder Garnelen serviert. Davon zu unterscheiden sind Udon, die dicksten Nudeln der japanischen Küche.

Direkt nebenan befindet sich das Naniwa, vor dem man regelmäßig eine lange Schlange hungriger Kunden sieht. Die Spezialität des Hauses sind die Nudelsuppen Ramen.

Japan-Tag 2016: Zehn Tipps zum Programm FOTO: © Düsseldorf Marketing & Tourismus GmbH

"Japaner sind sehr schnelle Esser", sagt Winkels. Fast überall gibt es Mittagsmenüs zwischen sieben und zwölf Euro. Nicht jedes Restaurant bietet eine deutsche Speisekarte. "Fast alle haben aber Bilder der Gerichte auf der Karte", sagt die Expertin. Daran kann man sich orientieren. Der kulinarische Japan-Export schlechthin bleibt Sushi. "Dafür gilt Yabase als eines der besten Restaurants in der Stadt", sagt Winkels. Das Lokal (Klosterstraße 70) bietet außerdem Sashimi, in dünne Scheiben geschnittener roher Fisch. Reis und Nudeln sind in Japan Alltagskost. Sushi und Sashimi sind zwar ebenfalls typisch, zählen aber eher zur gehobenen Küche. In Japan gibt es eine deutlich größere Ausgehkultur als bei uns. Wer es dennoch selbst am Herd versuchen möchte, findet im Viertel gleich mehrere asiatische Supermärkte.

Das Nagaya (Klosterstraße 42) bietet Fusions-Küche mit japanischen und europäischen Komponenten. Für das Restaurant, das mit einem Michelin-Stern und zwei Hauben von Gault Millau ausgezeichnet wurde, muss man aber tiefer in die Tasche greifen.

So schön war das Feuerwerk zum Japan-Tag 2016 FOTO: dpa, mg vfd

Das Restaurant Benkay im Hotel Nikko (Immermannstraße 41) bietet ein besonderes Erlebnis: Tatami-Zimmer mit Matten aus Reisstroh auf dem Boden. Außerdem soll hier der einzige Teppanyaki-Grill Düsseldorfs stehen. Show-Cooking vor den Augen der Gäste. "Wenn in einem japanischen Restaurant viele Japaner sitzen, ist das die beste Empfehlung", sagt Winkels. Nur vom Schlürfen sollte man sich nicht irritieren lassen. Das muss so sein.

Quelle: RP
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