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Japan-Tag 2017
Die Vielfalt der japanischen Küche

Japan-Tag 2017: Die Vielfalt der japanischen Küche
Sushi-Meister Yoshinori Oshino zaubert in seinem Bereich. FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. Düsseldorf ist die kulinarische Hauptstadt Deutschlands, was japanische Küche betrifft. Jetzt ist ein neues Lokal hinzu gekommen: Eat Tokyo. Von Birgit Wanninger

Wenn zahlreiche Japaner in japanischen Restaurants essen gehen, dann ist das ein gutes Zeichen für die Qualität des Essens - vor allem dann, wenn sie noch Schlange stehen und auf einen Tisch warten. So passiert es fast täglich im Restaurant "Eat Tokyo" an der Nordstraße. Gerade mal seit Februar geöffnet, ist der Run auf das Lokal groß. Das Publikum ist gemischt: japanische Geschäftsleute, japanische Familien mit Kindern, Pärchen aus Asien oder Düsseldorf - Gäste jeden Alters eben.

Wie fast alle japanischen Restaurants ist auch das "Eat Tokyo" sehr hell und spartanisch eingerichtet. An den ehemaligen Italiener erinnern nur noch die Kronleuchter an der Decke. Die Theke ist zur Sushi-Bar umgerüstet. Sie ist das Reich von Sushi-Meister Yoshinori Oshino, der fingerfertig Sushis rollt und über jahrelange internationale Erfahrung verfügt. Zuletzt arbeitete er 15 Jahre in Boston (Massachusetts ).

Es sind nicht nur die Sushi- und Sashimi-Spezialitäten, die das Herz der Freunde japanischer Genüsse höher schlagen lassen. Hinter der Sushi-Bar befindet sich die Küche, in der die warmen Gerichte zubereitet werden. Es dampft, denn alles soll schließlich heiß auf den Tisch kommen.

Mit 79 Seiten eine sehr umfangreiche Speisekarte

Dafür sorgen die emsigen Japanerinnen, die mit viel Charme die Gäste bedienen. Manche sprechen perfekt deutsch, andere erklären nur schwerlich die zahlreichen Speisen. Der Gast sollte einfach intensiver nachfragen. In ihren langen kimonoartigen Kleidern kommen die Übersetzerinnen angetippelt und erklären mit viel Fachwissen die wunderbaren Spezialitäten.

Es gibt wohl kaum ein weiteres Lokal in Düsseldorf, das eine solche umfangreiche Speisekarte besitzt wie das "Eat Tokyo". 79 Seiten im Din A4-Format. Da lohnt es sich, zunächst ein Getränk zu bestellen, am besten ein japanisches Bier. Davon sind gleich mehrere Sorten im Angebot. Und es lohnt sich auch, auf die Nachbartische zu blicken. Sushi-Meister Oshino zaubert wahre Kunstwerke bei den Sashimi-Booten und auch die Bento-Boxen sind wunderbar anzusehen.

Ob klassische Sushi, Inside-Out- Rolls oder selbst kreierte Rollen - es ist nicht nur etwas für Fischfans dabei. Es empfiehlt sich, ein Sushi-Set zu bestellen (ab 12 Euro). Aber besonders empfehlenswert sind die Tipps des Chefkochs, die wahre Augenweiden sind - ob sieben Farben Fisch mit Avocado und Gurke (12 Euro) oder Riesengarnelen mir Tempura und Aal (13 Euro). Die Sashimi-Boote sind für zwei Personen gedacht und gibt es ab 25 Euro.

Doch wie wäre es einmal mit Saba-Shio, gegrillter Makrele (6,50 Euro) als Vorspeise? Die Edamame, gekochte Sojabohnen (2,50 Euro), sind der Renner im "Eat Tokyo". Ein Snack, der die Wartezeit verkürzt, denn alles wird frisch zu bereitet. Empfehlenswert die frittierte Aubergine (4 Euro). Erst recht die Soft-Shell-Krebse in Tempura-Teig (7,89 Euro), die wunderbar zart sind. Das gilt auch für den gebackenen Kabeljau, für unseren Geschmack einmal ganz anders zubereitet (9,50 Euro). Nudelsuppen (ab 6,50 Euro) dürfen auf einer so umfangreichen Speisekarte nicht fehlen - die berühmten Ramen haben eine geschmacksintensive Brühe. Bento-Boxen, eine Mischung von Spezialitäten, gibt es ab 8,50 Euro. Kurzum: Alles ist empfehlenswert.

Eat Tokyo Nordstraße 28, Düsseldorf Pempelfort. Telefon 0211 43634001. Dienstags bis samstags von 1130 bis 15.30 und 17.30 bis 23 Uhr, sonntags bis 22 Uhr, montags geschlossen. Reservierung empfohlen.

Quelle: RP
 
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