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Veranstaltungs-Tipps
Kino in Zeiten der Krise

Düsseldorf. Die Black Box im Filmmuseum zeigt sechs Erstaufführungen, die einen spannenden Blick auf die Situation in Griechenland werfen. Von Julia Brabeck

In der Black Box, dem Kino des Düsseldorfer Filmmuseums in der Schulstraße, wird im November ein spannender Blick auf das neue griechische Kino geworfen. Durch die Finanzkrise bildete sich in Griechenland eine Riege junger Filmemacher, die auf originelle, eigenständige und manchmal künstlerische Art die griechische Lebenswelt nach der Krise verarbeiten. Gedreht wurde zumeist mit minimalen Budgets. Sechs dieser Filme werden vom 4. bis 27. November gezeigt, alle sind deutsche Erstaufführungen und sind im Original mit deutschen Untertiteln zu sehen. Jedes Mal gibt es einen Vorfilm, der ab 18 Jahren freigegeben ist.

The Lobster Eröffnet wird die Reihe am Freitag, 4. November, um 19 Uhr mit einem Film von Giorgos Lanthimos mit Colin Farrell, Rachel Weisz und Jessica Barden in den Hauptrollen. Singles haben 45 Tage Zeit, einen neuen Partner zu finden und zu ehelichen. Gelingt dies nicht, werden sie in ein Tier ihrer Wahl verwandelt und in der Wildnis ausgesetzt. Im Anschluss laden das Griechische Generalkonsulat und das Filmmuseum zu einem griechischen Empfang. Der Film wird am Sonntag, 6. November, um 16.30 Uhr wiederholt.

Der Junge, der von Vogelfutter lebt Giorgos Wunsch nach einer Karriere als Sänger geht nicht in Erfüllung, vielmehr besteht sein Alltag aus Improvisation und Hunger. In einer Welt, die ihn nicht braucht, ist ihm die Gesellschaft seines treuen Kanarienvogels geblieben. Zu sehen am Samstag, 5. November, um 19 Uhr und am Samstag, 19. November, um 21 Uhr. Bei der zweiten Aufführung findet im Anschluss ein Publikumsgespräch mit dem Regisseur Ektoras Lygizos statt.

Wild Duck Der Nachrichtentechniker Dimitris ist bankrott und ohne Perspektive. Sein noch immer im Telekommunikationswesen tätiger Freund Nikos wittert einen großen Abhörskandal. Beide machen sich daran, diesen aufzudecken. Der Film von Yannis Sakaridis wird am Samstag, 5. November, um 21 Uhr und am Sonntag, 13. November, um 18 Uhr gezeigt.

Ursa Minor In einem heruntergekommenen Stundenhotel im Herzen Athens wird ein Mann verhaftet, und zur selben Zeit wird eine bewusstlose Frau aus diesem Etablissement gebracht. Auf der Fahrt zur Polizeistation erzählt der Mann von den Geschehnissen der letzten Monate, vom Anfang der Beziehung bis zum dramatischen Ende. Der Film von Elissavet Chronopoulou ist am Sonntag, 6. November, um 12 Uhr und am Sonntag, 20. November, um 16.30 Uhr zu sehen.

Der Stein, der tanzt In diesem Film von Angelos Kovotsos begleitet das Filmteam die griechische Band "Encardia" auf ihrer Reise durch den Süden Italiens. "Encardia" lässt sich von der traditionellen Musik dieser Region inspirieren, verbindet griechische und italienische Elemente zu einem besonderen mediterranen Mix. Der Film erhielt den Publikumspreis beim 14. Dokumentarfilmfest in Thessaloniki im Jahre 2012 und wird am Samstag, 12. November, um 19 Uhr und am Sonntag, 20. November, um 14.30 Uhr gezeigt.

Chevalier Sechs Männer sitzen im Ägäischen Meer auf ihrer Yacht. Um die Zeit totzuschlagen, spielen sie ein Spiel, das aus harten und immer irrwitzigeren Wettbewerben besteht. Aus Freunden werden so schnell Feinde, aber keiner der Männer denkt auch nur im Traum daran, freiwillig von Bord zu gehen. Die Aufführung des Films von Athina Rachel Tsangari steht am Samstag, 12. November, um 21 Uhr und am Sonntag, 21. November, um 16.30 Uhr auf dem Programm.

Quelle: RP
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