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Veranstaltungs-Tipps
Kultur für Kurzentschlossene

Düsseldorf. Vom Liederabend über Kunst, Popmusik, Oper und Tanz - fünf Veranstaltungen, für die es im Laufe der Woche noch Karten gibt. Von Dagmar Haas-Pilwat

Liederabend Der Tenor Julian Prégardien und der Pianist Eric Le Sage begeben sich mit ihrem Schumann-Projekt auf eine Zeitreise in die Mitte des 19. Jahrhunderts - als Notentexte eher kreative Vorlage als strikte Anweisung war. Im Palais Wittgenstein, Bilker Straße 7-9, präsentieren die beiden Musiker am Dienstag, 19 Uhr, "Dichterliebe op.48" und "Liederkreis op.24", sie fügen einzelnen Liedern improvisierte oder komponierte Vor- bzw. Nachspiele zu und beziehen reflektierend Kontexte aus anderen Klavierstücken in die Programmgestaltung mit ein.

Kunstabend In der Reihe KPMG-Kunstabende wird am Mittwoch von 18 bis 22 Uhr ein abwechslungsreiches Programm mit verschiedenen Themenführungen und Veranstaltungen präsentiert im K20, Grabbeplatz 5 und im K21 Ständehaus, Ständehausstraße 1. Beim Gespräch um 20 Uhr in der Kunstsammlung steht das Thema "Düsseldof - Dresden. Pläne, Perspektiven, Eindrücke" im Mittelpunkt. Der neue Intendant des Düsseldorfer Schauspielhauses, Wilfried Schulz, diskutiert mit Marion Ackermann, Direktorin Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, die nach Dresden wechselt. Eintritt frei.

Popmusik Der norwegische Musiker Sivert Hoyem, ehemals Sänger der Band Madrugada, hat den Ruf eines leidenschaftlichen Livekünstlers. Im März 2016 begann seine Konzertreise zum aktuellen Album "Lioness" mit ausverkauften Konzerten in Deutschland. Mittlerweile hat Hoyem sieben weitere Zusatzshows bestätigt. Der einzige NRW-Termin ist am Dienstag, 19 Uhr, im Club des Capitol-Theaters, Erkrather Straße 30. Karten gibt es unter Telefon 0211 73440.

Oper Am Samstag, 19.30 Uhr, steht Giuseppe Verdis "Otello" als erste Opernpremiere der neuen Spielzeit auf dem Programm. Für die Neuinszenierung in Koproduktion mit der Opera Vlaanderen ist der vielfach ausgezeichnete Theaterregisseur Michael Thalheimer zum ersten Mal an der Deutschen Oper am Rhein zu Gast. In einer hochkonzentrierten, abstrakten Bildsprache setzt Thalheimer ganz auf die Psychologie, Emotionalität und Körperlichkeit der Figuren: "Verdis Musik treibt die Figuren Otello, Jago und Desdemona wahnsinnig schnell vor sich her, und man begreift durch ihr Tempo, dass sie alle Gejagte sind, die wie verwundete Tiere in die Katastrophe getrieben werden." Karten gibt es unter www.westticket.de.

Tanz In der aktuellen Ausgabe der Nachwuchsplattform Now & Next sind im Tanzhaus NRW, Erkrather Straße 30, Samstag und Sonntag, 20 Uhr, drei verschiedene Arbeiten junger Choreografen aus NRW zu sehen. Gemeinsam mit drei Performerinnen entwirft Özlem Alkis in ihrem Work-in-progress "Camouflage" eine künstlerische Nische in der Theaterwelt, in der das Verschwinden immer wieder zum Vorschein kommt. Das Zoo Kollektiv überprüft Bewegung am Möbelstück anhand unwahrscheinlicher Gewichtseinwirkung, unvorhergesehener repetitiver Bewegungsmuster oder des Eintauchens in den Schrank. In "Hochwasser" widmet sich Folkwang-Absolventin Luísa Saraiva Menschen in Massen: Wie bewegen sich Körper in großen Ansammlungen in Momenten des Schreckens und der Angst? Gemeinsam mit acht Performern ergründet sie Bewegungen, die Einzelne in einer Masse produzieren oder wie sich etwa ein Massen-Körper bildet.

Karten kosten 17 Euro.

Quelle: RP
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