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Veranstaltungs-Tipps
Kultur für Kurzentschlossene

Düsseldorf. Liederabend, Marionettentheater, Konzert, Tanz und Oper - fünf Veranstaltungen, für die es im Laufe der Woche noch Karten gibt. Von Dagmar Haas-Pilwat

Klassische Lieder mit Dominque Horwitz: "Musik mit anderen Künsten an besonderen Spielorten des Niederrheins miteinander in Verbindung bringen", ist das Motto des Niederrhein Musikfestivals, das am Sonntag mit einem Auftritt von Dominique Horwitz um 17 Uhr im Robert-Schumann-Saal, Ehrenhof 4-5, ausklingt. Der Schauspieler und Chansonnier mit der prägnanten Stimme offenbart in "Erlkönigs Verwandlung" seine ganz eigene Sicht auf das klassische Lied. Karten kosten ab 12 Euro.

Marionettentheater Im Düsseldorfer Marionetten-Theater gibt es ein Wiedersehen mit "Momo" nach dem Märchen-Roman von Michael Ende. Die Marionettenspieler um Theaterleiter Anton Bachleitner haben "Momo" als phantasieanregendes, bilderreiches Marionetten-Spiel auf die Bühne gebracht: zeitkritisch, modern und doch erstaunlich zeitlos. Mit aufwendiger Ausstattung auf der Illusionsbühne soll "Momo" große wie kleine Zuschauer ab 8 Jahren so in den Bann ziehen, dass sie im Marionetten-Theater die Zeit vergessen können. Vorstellungen sind am Mittwoch, Donnerstag, Freitag, 20 Uhr, Samstag 15 und 20 Uhr, Sonntag 14 und 15 Uhr. Karten: unter www.westticket.de.

Lesung Humboldt sagte einst: "Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben." Klingt schön, ist aber falsch - findet zumindest Autor Patrick Salmen. Humboldt scheint in einer sonderbaren Zeit und außerdem nicht im Ruhrgebiet gelebt zu haben. Sonst wüsste er: das Leben an sich ist großartig, Menschen hingegen sind eher eine unschöne Begleiterscheinung. Doch was soll man tun? Am Donnerstag, 20 Uhr, stellt Salmen im Zakk, Fichtenstraße 40, ein paar der skurrilen Gestalten in Form von Kurzgeschichten vor. Karten kosten 12 Euro.

Konzert Er sei nicht so der Titelseiten-Typ, gab Christian Tetzlaff einmal in einem Interview zu - und doch hat der bescheiden auftretende Geiger in den letzten 20 Jahren eine Weltkarriere hingelegt: Er ist ein brillanter Solist, der auf den Bühnen von New York bis Tokio, von Berlin bis Buenos Aires gastiert. Er fördert die Neue Musik, liebt die Kammermusik, und es gibt wohl kein großes internationales Orchester, das nicht gerne mit dem Nordlicht konzertiert. Wenn er nun mit Mendelssohns Violinkonzert an der Seite des London Philharmonic Orchestra am Samstag, 20 Uhr, nach Düsseldorf in die Tonhalle, Ehrenhof 1, kommt, darf man sich schon jetzt auf den Musikgenuss freuen, der von Bruckners wohl beliebtester Sinfonie gekrönt wird. Karten kosten ab 57,80 Euro.

Tanz Typisch Alessandro Sciarroni, bekannt für seine Auseinandersetzungslust mit performativen Praktiken, die durch eine besondere Aufführungssituation, Rhythmus und die Präsenz der Akteure neue Wahrnehmungsweisen sichtbar machen: Der italienische Choreograf verwandelt in seinem Stück "Aurora" den Theaterraum in ein leeres Spielfeld, flankiert durch zwei sich gegenüberliegende Tore. In der Mitte: sechs Athleten mit schwarzen Augenbinden und zwei Schiedsrichter, die auf ihren Einsatz warten. Ein packendes Match in der paraolympischen Disziplin Goalball beginnt, bei der blinde und sehbeeinträchtigte Sportler eine Mischung aus Hand- und Fußball spielen. Die Aufführung ist am Donnerstag und Freitag, 20 Uhr, im Tanzhaus NRW, Erkrather Straße 30, Karten kosten 27 Euro.

Quelle: RP
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