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Düsseldorf
Kultursalon: Popcorn mit Tiffany

Düsseldorf. Das kleine Schwarze von Givenchy, die überlange Zigarettenspitze und die zur Kurzfrisur hochgesteckten Haare - das Bild von Audrey Hepburn als Holly Goligthly in Blake Edwards "Frühstück bei Tiffany" brannte sich 1961, als der Film auf die Leinwand kam, in das kollektive Film-Gedächtnis ebenso ein wie die Takte von "Moon-River", die über dem Bild der eleganten und 1961 etwas zu leichten jungen Dame lagen, die vor dem Juwelier frühstückt. Hepburn verkörperte die junge, unabhängige Großstädterin Anfang der 1960er Jahre, als in der niederrheinischen Kleinstadt Goch ein Kino goldenes Jubiläum feierte, nachdem es in den 1950er Jahren wieder aufgebaut worden war.

Und so ist das Kino bis heute erhalten: unten die Sperrsitze, also harte Holzklappsessel, darüber, hinter einer Brüstung mit kleinem Schmuckgeländer, das Parkett, immerhin stoffbespannt und hinten die Loge mit gepolsterten Sitzen. Die Gocher Lichtspiele, kurz "Goli" genannt, waren Ziel des 10. Kultursalons der Rheinische Post und des Giro- und Sparkassenverbandes. Rund 80 Kulturfreunde aus Düsseldorf und Umgebung und vom Niederrhein fanden den Weg in dieses Stück stehengebliebene Kino-Zeit. Das "Goli" wird von Cineasten ehrenamtlich erhalten.

Empfangen wurden die Freunde des Kultursalons im kleinen Foyer des Hauses mit Popcorn und Eis von den Kino-Mitarbeiterinnen, die stilecht in "kleine Schwarze" gewandet waren. Nach der Begrüßung von RP und Dorothee Coßmann, Geschäftsführerin der Sparkassen-Kulturstiftung, sowie einem Blick auf die Geschichte des Lichtspielhauses durch "Goli"-Sprecher Joachim Lück gab's dann Audrey Hepburn. Auf großer Leinwand, im kleinen Schwarzen von Givenchy und mit langer Zigarettenspitze.

(mgr)
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