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Nacht der Museen
Kunstsinnig durch die Nacht

Lange Nacht der Museen 2016 in Düsseldorf: Programm-Tipps
FOTO: Hans-Juergen Bauer (hjba)
Düsseldorf. 35 Kultureinrichtungen öffnen am Abend des 9. April ihre Pforten, darunter die neu eröffnete Mahn- und Gedenkstätte an der Mühlenstraße. Von Verena Patel

Zum Entdecken Die von Gabriele Henkel über Jahrzehnte zusammengetragene Kunst war bisher meist nur für Mitarbeiter und Besucher der Konzernzentrale von Henkel zu sehen. Im K20, Grabbeplatz 5, wird die Sammlung jetzt einem breiten Publikum zugänglich. Ein Fokus liegt dabei auf Arbeiten amerikanischer Künstler wie Ellsworth Kelly, Mary Heilmann, Valerie Jaudon oder Frank Stella. Aber auch Arbeiten von Gerhard Richter, Imi Knoebel und Cornelius Quabeck werden präsentiert.

Kunst im öffentlichen Raum erleben Mitfahrer der Wehrhahn-Linie jetzt täglich. Um das Erlebnis in den sechs neuen, künstlerisch gestalteten U-Bahnhöfen bewusster zu machen, gibt es Führungen durch die einzelnen Stationen. Erstmals ist auch die Wagenbauhalle Am Steinberg zu besichtigen. Dort können sich Besucher neben den Karnevalswagen von Jacques Tilly auch historische Straßenbahnen anschauen. Mit letzteren kann man sich an dem Abend außerdem quer durch die Stadt kutschieren lassen.

Nach dem vierjährigen Umbau lädt auch die Mahn- und Gedenkstätte, Mühlenstraße 29, Besucher in ihre neue Dauerausstellung ein. Schauspieler des Jungen Schauspielhauses lesen dort aus "Die Moorsoldaten" von Wolfgang Langhoff, einer Schilderung aus dem Leben im Konzentrationslager. Für die süffisante Betrachtung des Zeitgeschehens hat man den Kabarettisten Christian Ehring eingeladen. In der Kunsthalle wird am 9. April die Ausstellung "Gesellschaft" mit Arbeiten von Rita McBride, Rektorin der Düsseldorfer Kunstakademie, eröffnet.

Zum Mitmachen Wer sich für Schiffe interessiert, kann im Schifffahrtmuseum, Burgplatz 30, lernen, wie man einen Knoten knüpft. Im Theatermuseum an der Jägerhofstraße 1 können Theaterbegeisterte ausprobieren, ob die Bühnenbretter für sie wirklich die Welt bedeuten. Wer lieber im Hintergrund bleibt, hilft beim Bau von Marionetten. Auch im Schloss Benrath, Benrather Schloßallee 100-106, werden die Besucher zu vollem Einsatz ermuntert: Tänzerin Isabel Edvardsson, bekannt aus der Fernsehshow "Let's Dance", gibt Walzerunterricht. Abstrakte Dinge mit Leben füllen wollen die Macher des Flohmarkts Yami-Ichi im NRW-Forum. Nach Tokio, Berlin, Brüssel und Amsterdam kommt der Yami Ichi, erfunden vom japanischen Künstlerkollektiv IDPW, nun nach Düsseldorf. Angeboten werden "Dinge", die es so eigentlich nicht gibt, wie zum Beispiel Cloudspace, also Datenvolumen, aus Zuckerwatte.

Musikalisches Thematischer Schwerpunkt der diesjährigen Museums-Nacht ist im Filmmuseum, Schulstraße 4, Lateinamerika. Passend dazu spielt die Salsa-Band Seis del Son kubanische Stücke. Musik aus den 1920er und -30er Jahren ist in der Mahn- und Gedenkstätte zu hören. Deutschen Pop präsentieren Johannes Falk & Band, die schon mit den Söhnen Mannheims unterwegs waren, im Maxhaus, Schulstraße 11. Ganz in der Nähe, im Polnischen Institut an der Citadellstraße 7, stellt sich die Elektro- und Hip-Hop-Szene des europäischen Nachbarlandes vor.

Partys Im Boui Boui Bilk ist die Nacht um 2 Uhr längst noch nicht rum. Ab 24 Uhr gibt es an der Suitbertusstraße 149 eine Party mit Electronic Friendship, DJ Danial und VJ Bilderwilderer. Auch im Schlösser Quartier Bohème tanzen die Kunstfreunde bis um 5 Uhr zu Charts und Pop. Ebenfalls bis 5 Uhr geöffnet ist das W57 an der Worringer Straße 57.

Quelle: RP
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