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Düsseldorf
Metallband Blind Guardian begeistert vor allem mit ihren Klassikern

Düsseldorf: Metallband Blind Guardian begeistert vor allem mit ihren Klassikern
Die Band Blind Guardian. FOTO: busskamp
Düsseldorf. Flackerndes Stroboskop-Licht im Rhythmus des tief donnernden Schlagzeugs, die Gitarren von Marcus Siepen und André Olbrich führen maschinengleich die Melodie des Speed-Metal-Stückes "Tanelorn" zum Refrain, wo der Publikumsgesang es empfängt. Von Oliver Burwig

Die Fans wissen, was sie wollen: mitmachen, mitsingen, die Arme hochreißen. Das geht am allerbesten zu Klassikern, auf die die Besucher der Mitsubishi-Halle am Wochenende nicht verzichten wollten. Einmal quer durch die fast 30 Jahre umspannende Diskografie führte das Konzert, stellte Songs des knapp drei Monate alten Albums "Beyond The Red Mirror" neben die rasanten und deutlich simpleren Lieder früherer Alben.

Vom orchestralen Neunminüter "Wheel of Time" über Akustik-Einlagen wie "Lord Of The Rings" bis zum rasanten "Majesty" aus dem Jahr 1988, das die Fans durch Anstimmen des Refrains einforderten, waren Lieder aus jeder Schaffensperiode zu erleben. Die Lieblinge des Publikums waren eindeutig die Klassiker. Ein skandiertes "Ohne Bard's Song geh'n wir nicht nach Haus" zur Melodie von "Einer geht noch" machte klar, weshalb die Fans gekommen waren. Für die Folk-Ballade "The Bard's Song - In The Forest" bequemten sich die Gitarristen noch einmal an die nicht-elektrischen Konzertgitarren und zupften zum Publikumschor das wohl bekannteste Lied der Band.

Bühnentechnisch verzichtete die Show komplett auf die für viele Metal-Bands obligatorischen Rauch-Effekte, dafür untermalte eine aufwendige Lichtanlage die Lieder: Mal badete allein der Melodie-Gitarrist Olbrich in den Spots, dann streichen wieder ganze Lichtwalzen über das Publikum. In allen Liedern bewegte sich die Band in einer Bühnendeko aus mystischen Barockspiegeln und unwirklichen Gebirgszügen. Zurück bleibt der Eindruck, dass die neuen, besser produzierten Lieder seit dem Album "A Twist In The Myth" von 2006 die Konzertgänger noch für sich gewinnen müssen - die Chancen dafür stehen gut.

Quelle: RP
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