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Düsseldorf
Mia Winter fesselt ihre Leser mit geheimnisvollen Morden

Düsseldorf. Es gibt sie noch, die kleinen unabhängigen Bücherläden, wie das von Stefan Pütz geführte "Buch in Bilk". Hier stellte die Düsseldorfer Autorin Mia Winter ihren am 7. April erscheinenden neuen Thriller vor, hier wird sie am 9. April auch daraus lesen. Mit "Janusmond" hatte sie einen Erfolg gelandet, mit "Zahlen des Todes: 18" will sie daran anknüpfen. Das düstere Cover und die schwarz geränderten Buchseiten verraten es bereits - hier geht es ziemlich sinister zu. Die an Simenon geschulte Schriftstellerin ("Aber nicht die Maigret-Romane"), die lange in Frankreich gelebt hat und die im wahren Leben Stefanie Koch heißt und auch in der IT-Branche arbeitet, mag es, wenn ihre bislang neun Romane überraschende Wendungen nehmen. "Wenn ich anfange zu schreiben, weiß ich nicht, was passieren wird", sagt die Schnellschreiberin. So viel steht jedoch fest: Es geht in "Zahlen des Todes: 18" um eine Reihe von ebenso mysteriösen wie geheimnisvollen Morden, in deren Mittelpunkt die Ermittlerin Leana Meister steht, eine vom Leben ziemlich gebeutelte Frau, die einen Neuanfang sucht. Die Zahl 18 steht für die Zeit, in der das Verbrechen seinen Ausgang nahm. Wie ist es, fragte sich die Autorin, wenn ein Mensch sich aus der Opferolle löst und selber zum Täter wird? Und noch ein anderes Thema hat Mia Winter interessiert, die Normabweichung des Einzelnen, man kann auch Rudelverhalten sagen, wenn der Mensch enthemmt wird. Verpackt sind solche Überlegungen in 350 Seiten einer durchaus spannenden, wenn auch recht konventionell geschriebenen Handlung, in der es in der Hauptsache darum geht, den Leser zu fesseln. Dazu gehören aber auch Einblicke in die kriminaltechnische Arbeit und psychologische Details, die das Buch aus der Masse der Lokalkrimis herausheben, auch wenn die erste Leiche in Düsseldorf gefunden wird, im wenig bekannten Rosengarten am Stadtmuseum. Von Thomas Hag

Dass ihre Themen ankommen, beweist auch, dass ihre Lesungen - die stets soziale Events sind - zumeist ausverkauft werden. Denn für 15 Euro Eintritt, die zunächst recht hoch scheinen, gibt es Getränke und ein Buffet, für das Stefanie Koch - in diesem Falle - schon bekannt ist. Denn das Publikum kommt auch der Kommunikation wegen zu ihr.

Info Mia Winter, "Zahlen des Todes: -18". 350 Seiten, erscheint am 7. April im Egmont-Verlag, 15.50 Euro. Lesung am 9. April 2016 bei Buch in Bilk, Suitbertusstr 87. Im Eintrittspreis von 15 Euro sind Lesung, Getränke und Buffet enthalten, Einlass 18.30, Beginn 19 Uhr. Reservierung unter bestellung@buchinbilk.de oder der Rufnummer 0211 4544058

Quelle: RP
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