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Düsseldorf
Mit der Band Love Machine zurück in die 60er

Düsseldorf. Sie tragen weite, buntgemusterte Hemden, lange Haare und dichte Bärte. Spielen ihre Konzerte auch gerne mal barfuß und sehen ihre Musik selbst als eine "Rückbesinnung auf kosmische Traditionen". Wüsste man es nicht besser, so könnte der Eindruck entstehen, man habe es mit einer Band aus dem San Francisco der 60er Jahre zu tun - denn genau dorthin würde der psychedelische Sound von Love Machine nur allzu gut passen. Gerade hat die Band - bestehend aus Noel Lardon, Thibaut Sanli, Hendrik Siems, Marcel Rösche und Felix Wursthorn - ihr zweites Album "Circles" veröffentlicht und präsentiert darauf einen außergewöhnlichen Stilmix. Psychedelische Klänge treffen auf Jazz, Blues, afrikanische und lateinamerikanische Rhythmen und natürlich eine gehörige Portion an Krautrock. Schließlich kommen die fünf Musiker aus Düsseldorf und Köln und haben mit Kraftwerk, Can oder Neu! bedeutende musikalische Vorreiter in diesen Städten. Hinter diesen muss sich die Band aber keinesfalls verstecken. Von Meike Glass

Die tiefe, dunkle und theatralische Stimme von Sänger Marcel Rösche dominiert die meisten Lieder auf eine angenehme Weise und schafft es, den Zuhörer zu hypnotisiere. Im Sprechgesang erzählt er seine Geschichten. Es ist ein Sog, der entsteht, wenn man die Musik der Band hört. Dieser Effekt wird durch die fließenden Gitarren und den treibenden Rhythmus von Percussions und Drums unterstützt. Besonders live ist das eindrucksvoll.

Die Konzerte der Band haben eine außergewöhnliche Energie. Man schließt ganz unwillkürlich die Augen, es hat ein bisschen war von einem Ausflug auf dem fliegenden Teppich: sehr leicht, sehr angenehm, sehr schön.

Es ist schon wahr: Manch einer könnte sich durchaus an die Zeit der Hippies erinnert fühlen, auch dort hätte die Band sicherlich begeistern können.

Quelle: RP
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