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Veranstaltungs-Tipps
Mitmach-Schau für die ganze Familie

Düsseldorf. Staunen, experimentieren und Spaß haben - das ist in der aktuellen Ausstellung im Akki-Haus möglich. Diesmal geht es dort um das Thema Hören. Von Julia Brabeck

Einmal im Jahr verwandeln sich die Räume im Akki-Haus vom Verein "Aktion und Kultur mit Kindern" in ein Museum. Dort ist allerdings dann Anfassen und Mitmachen ausdrücklich erlaubt. "Schon gehört?" lautet der Titel der aktuellen Mitmach-Schau, die sich diesmal mit Musik, Geräuschen und Klang auseinandersetzt. Bereits vor acht Jahren war diese gezeigt worden und ist nun noch einmal in einer überarbeiteten und ergänzten Form zu sehen. Vier Themenfelder - Tonhöhe, Klangfarben, Rhythmus und Lautstärke - werden behandelt. Alle Experimente sind knapp und leicht verständlich beschrieben. Gibt es weitere Versuche zu der jeweiligen Themeneinheit, wird darauf hingewiesen.

Insgesamt sind 30 unterschiedliche Stationen vorhanden. Instrumente, Objekte und Installationen laden dazu ein, genauer hinzuhören und sich die Welt der Klänge neu zu erschließen. "Es ist beispielsweise möglich, seinen eigenen Herzschlag, der über ein Stethoskop abgenommen und verstärkt wird, zu hören", sagt Kunst- und Kulturpädagoge Georg Frangenberg, der die Ausstellung konzipiert und aufgebaut hat. Verwendet wurden dafür in der Regel Alltagsgegenstände oder Dinge aus dem Baumarkt wie Rohre, Gießkannen, Luftpumpen, Trichter oder leere Flaschen.

Im Bereich "Lautstärke" können sich die Besucher mit einem großen Gong messen. Wird dieser geschickt geschlagen, erzeugt er Töne, die man auch fühlen kann. Daneben steht ein Schallpegel-Messgerät. Mit seiner Hilfe können die Besucher ausprobieren, ob es ihnen gelingt, noch lauter als der Gong zu sein. Verschiedene Bezeichnungen wie "fallender Schnee" oder "Düsenjäger" machen die Einordnung des eigenen Lärms dabei einfacher.

Wesentlich leiser geht es da bei den großen Flüsterschüsseln zu, mit denen sich die Gäste über 15 Meter weit quer durch den Raum unterhalten können. Mit dem Echo kann mit Hilfe eines 100 Meter langen Kabelschutzrohrs gespielt werden. Dieses wurde zu einer großen Spirale aufgerollt. Wer in das eine Ende hineinredet, hört um eine drittel Sekunde versetzt seine Stimme am anderen Ende ankommen.

Zentrales Ausstellungsstück zum Thema Rhythmus ist eine große Walze. Der Besucher kann auf ihr die Stifte versetzen, welche die Hämmer bewegen, die auf unterschiedliche Materialien hauen, und so immer neue Klänge erzeugen. "Wer sich in der Musik auskennt, kann sogar richtige Melodien komponieren", sagt Frangenberg.

Die Mitmach-Ausstellung "Schon gehört?" ist für Kinder ab fünf Jahren empfohlen. Sie wird am Sonntag, 6. November, um 11 Uhr im Akki-Haus an der Siegburger Straße 25 eröffnet. Danach ist sie bis zum 22. Februar 2017 zu sehen. Öffnungszeiten montags bis freitags von 16 bis 18 Uhr, sonntags von 10 bis 17 Uhr. Sonderöffnungszeiten in den Winterferien sind sonntags bis freitags von 10 bis 17 Uhr. Die Schau ist geschlossen samstags und am 25. und 26. Dezember und 1. Januar. Für Gruppen gibt es individuelle Öffnungen. Der Eintritt kostet vier Euro und für Familien zehn Euro.

Begleitend zu der Schau werden Geräuschkonzerte veranstaltet. An fünf Sonntagen treffen sich dazu Klangforscher und Klangkünstler, um gemeinsam unterschiedliche Klangexperimente zu probieren. Es gibt Geschichten mit Geräuschen oder Geräuschrätsel oder Klangimprovisationen. Beginn ist jeweils um 10.30 Uhr, und zwar am 13. und 27. November, 11. Dezember, 8. und 22. Januar. Weitere Infos stehen online unter www.akki-ev.de.

Quelle: RP
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