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Veranstaltungs-Tipps
Museen zeigen große Kunst

Düsseldorf. Zurzeit beweisen die Museen erneut, dass Düsseldorf eine Stadt für Kunst ist. Hier vier Tipps für den Besuch sehenswerter Ausstellungen. Von Holger Lodahl

Zurbarán. Meister der Details Das Museum Kunstpalast widmet dem spanischen Barockmaler Francisco de Zurbarán (1598 - 1664) eine Retrospektive mit rund 70 Werken. Zurbarán gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des glanzvollen "Goldenen Zeitalters" in Spanien und zählt auch zu den Großen der europäischen Malerei. In der mit wertvollen Leihgaben unter anderem aus der National Gallery London, der Hispanic Society (New York) und der Alten Pinakothek München bestückten Schau werden Werke gezeigt, die noch nicht oder nur selten in der Öffentlichkeit zu sehen waren. Auch einige der seltenen Stillleben seines hochbegabten Sohnes Juan de Zurbarán (1620-1649) werden vorgestellt.

Zurbarán verbrachte einen Großteil seines Lebens in Sevilla. Dort schuf er viele religiöse Einzelwerke, aber auch Zyklen für zahlreiche Klostergemeinschaften. Sowohl seine stillen Andachts- und Altarbilder als auch seine Darstellungen von weiblichen Heiligen zeigen ihn als einen Meister der Detailgenauigkeit, dem eine subtile Synthese von Realismus und Mystizismus gelang.

Agnes Martin Im Jahr 2004 starb Agnes Martin 92-jährig in den USA. Das Museum K20 am Grabbeplatz präsentiert zurzeit die erste Retrospektive nach ihren Tod und rückt Martins außergewöhnliches Schaffen in allen seinen Facetten in den Vordergrund. Gemälde, Zeichnungen und druckgrafische Arbeiten zeichnen Martins künstlerischen Weg nach, von ihren frühen Bildern über die experimentellen Werke und Assemblagen aus den 1950er-Jahren bis hin zu ihrem reifen Spätwerk. Auf ihren matten, fast ausnahmslos quadratischen Leinwänden und Papieren spielt das Zusammenwirken der Linien des Graphit- oder Farbstifts und die reduzierten, zarten Grau- und Farbtöne eine wesentliche Rolle. Agnes Martin entwickelte ein bildnerisches Universum von interessantem Reichtum, das dem geduldigen Auge faszinierende Seherlebnisse schenkt.

The Problem of God Die Ausstellung im Museum K20 zeigt, wie sich die christliche Bildtradition als Kulturgut in einem säkularen Kontext weiterentwickelt hat. Die 120 Arbeiten entfalten komplexe Geschichten und Bilder, die sich mit christlichen Motiven, Themen oder Fragestellungen beschäftigen. Der Fokus der Ausstellung richtet sich auf Arbeiten, die sich zwar auf christliche Symbole oder Themenfelder beziehen, diese jedoch kritisch reflektieren und in neue Zusammenhänge überführen. Zu sehen sind Gemälde, Papier- und Glasarbeiten, Skulpturen, Fotografien und Filmarbeiten sowie eigens für diese Ausstellung geschaffene Installationen.

Komm Der Ausstellungsraum "KiT - Kunst im Tunnel" stellt mit einer Klanginstallation das Hören in den Vordergrund. Wie in einem Konzertsaal öffnet sich für einen bestimmten Zeitraum ein Kunstwerk aus 15 Klangfeldern. Einige Klangfelder durchziehen den Raum wie ein Duft, dem der Besucher folgen kann. Andere Töne scheinen plötzlich am anderen Ende des Raumes aufzutauchen. "Komm" ist Kunst, die mit dem Raum und mit den Menschen in ihm einen Dialog aufnimmt.

Quelle: RP
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