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Gastrotipp
Nudelsuppen à la Dong Dong

Gastrotipp: Nudelsuppen à la Dong Dong
FOTO: Endermann, Andreas (end)
Düsseldorf. Ein Vietnamese und ein Chinese haben in Flingern das Nudelhaus Dong Dong eröffnet, in dem es auch weitere Spezialitäten gibt. Von Birgit Wanninger

Allein der Name klingt schon wunderbar: Dong Dong. Das hat so was Nettes, so was Freundliches an sich. Das Dong Dong in Flingern ist ein vietnamesisch-chinesisches Restaurant. Allerdings kein typisch asiatisches mit viel buntem Schnickschnack. Es gibt sich eher dezent und hat mehr Bistro-Charakter: hell und freundlich. Das Dong Dong nennt sich auch "Noodlehouse". Das ist nur zum Teil richtig, denn es hat sich auf die komplette vietnamesische Küche spezialisiert, obwohl die Karte auch andere asiatische Köstlichen bereithält.

Bei unserem ersten Besuch waren wir überrascht ob der Einrichtung. Sanftes Licht kommt aus modernen chinesischen Lampen ohne jeden Plömmel. Großformatige Fotos von Marktbooten aus Thailand sind ein weiterer Blickfang. Hier und dort ein paar kleinere Fotos an den weißen Wänden - nein, asiatisch wirkt dieses Lokal nicht. Kommen wir zur Speisekarte. Da wirbt Inhaber Luu Tri-Vien damit, dass er seinen Gästen eine authentische Küche anbieten möchte, wie ma n sie auch in Vietnam und China bekommt.

Klingt ein wenig hochtrabend, und wir waren auch skeptisch, wurden aber eines Besseren belehrt. Beim Studieren der Speisekarte hat uns besonders gut gefallen, dass die Gerichte, die mit Glutamat zubereitet werden, auch als solche gekennzeichnet sind. Und das sind - Kompliment - nur recht wenige. Außerdem wird hier tatsächlich alles frisch zubereitet, und dafür wartet man gerne etwas länger. Es gibt keine fertigen Produkte. Das schmeckt man.

Spezialität des Hauses sind die Nudel-Gerichte: Suppen und Gebratenes. Küchenchef Nong Jian-Ping, ein Chinese, versteht sein Geschäft. Seinen Suppen merkt man an, dass er sie stundenlang hat köcheln lassen, um eine gute, geschmacksintensive Brühe zu erreichen. Ob mit Eiernudeln und Wan- Tan (8,50 Euro) oder als "Hofan" wahlweise mit Hühnerbrust (7,80), Rinderhüfte (8,50) oder Tofu (7,80) - alle Suppen überzeugen. Auch die gebratenen Nudeln sind schmackhaft gewürzt und bieten Überraschendes. "Singapore" (9,50 Euro) ist eine Nudelpfanne mit feinem, knackigen Gemüsemix, Garnelen und Hühnerfleisch - angereichert mit Erdnüssen und Koriander. Die Mischung macht das Ganze perfekt. Hinzu kommt die gute Qualität der Garnelen. Die sind leicht paniert, wie auch das Hühnerfleisch. Und damit sind wir bei den Panaden. Nong, der übrigens schon seit zwanzig Jahren mit Restaurantbesitzer Luu zusammenarbeitet (zuletzt in Stuttgart), ist ein Meister dieses Fachs. Häufig sind Panaden viel zu dick, so dass man den Inhalt gar nicht schmeckt. Hier nicht. Hauchdünn sind die frittierten Shrimps (3,50) ummantelt, und die Wan-Tan sind knusprig und nur mit einem dünnen Teig versehen. Empfehlenswert sind auch die Hühnerspieße (Satay) in Erdnusssauce (2,90). Und was wäre ein vietnamesisches Restaurant, ohne dass (kalte) Frühlingsrollen (3,80) auf der Karte stehen. Wer alles auf einmal probieren möchte - kein Problem, dafür gibt es die Vorspeisenplatte (9,20) für zwei Personen. Mehrere Wok-Gerichte und Vegetarisches gibt es ebenfalls auf der (für chinesische Verhältnisse) übersichtlichen Karte sowie einige Spezialitäten des Hauses wie Scampis Sezuchan Art (12,50) und ein ziemlich scharf gewürztes Ma-Po Tofu (8,50).

Zum Abschluss sind die gebackenen Bananen ein absolutes Muss. Hier beweist Meister Nong wieder seine Panaden-Qualität. Denn nicht der Teig, sondern die Bananen schmecken vor. So wie es sein soll.

Quelle: RP
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