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Düsseldorf
Opernscouts: Kraftvoller Tanz in Schläpfers neuem Ballett-Abend

Düsseldorf. Jan van de Weyer, Bildhauer: "Beim ,Duo Concertant' spürte man, wie nah sich der Komponist Strawinsky und der Choreograph Balanchine waren. Den gleichen Eindruck vermittelten hier auch die Tänzer. Von Schläpfer habe ich eines seiner stärksten Stücke gesehen, sehr facettenreich und spielerisch. Den Klassiker ,Der grüne Tisch' liebe ich, das war kraftvoller, theatralischer Tanz."

Gisela Miller-Kipp, Univ. Professorin i.R.: "Ein überzeugender, bereichernder Abend. Ein großes Kompliment gilt der nahezu perfekten Kompanie. Pure Ästhetik im ersten Stück, aber für mich etwas langweilig. Schläpfer ist immer wieder eine Wundertüte, ich entdeckte neue körpersprachliche Vokabeln. ,Der grüne Tisch' - einfach eine Wucht. Der Totentanz wird der Dramatik von Kriegen gerecht."

Uwe Schwäch, Geschäftsführer: "Bei ,Duo Concertant' hatten Musik und Tanz eine schöne Balance, es war filigran und kurzweilig. Ein toller Einstieg in den Abend. Schläpfer hat mit seiner Uraufführung ,Variationen und Partiten' ein Meisterstück geschaffen. Es gefiel mir in seiner Virtuosität, Vielschichtigkeit und Lebendigkeit am besten. Ich entdeckte wieder ganz neue Bewegungen."

Claudia Graw, Buchhalterin: "Mein Fazit: Ich weiß seit heute, was ich an Martin Schläpfer habe. Der Kracher. Grandios war auch das Solo von Marlucia do Amaral. Das erste Stück war harmonisch und charmant. Nur mit dem ,grünen Tisch' konnte ich gar nichts anfangen. Künstlerisch sicher hervorragend, aber inhaltlich ganz weit weg von mir. Ich fand es überakzentuiert und von allem zu viel."

Susanne Freyling, Betriebswirtin: "Ein intensiver Abend. Das erste Stück wirkte leicht und frisch wie der Frühling. Pure Musik, purer Tanz. Schön auch die blauen Kostüme und das blaue Bühnenbild. Schläpfers Uraufführung war unglaublich eindrucksvoll. Mit Bewegungen, die ich noch nie im Ballett gesehen habe. Nach dieser Feinheit kam mir das dritte Stück sehr wuchtig vor."

Christina Irrgang, Kulturwissenschaftlerin: "Die reduzierte Klavierbegleitung als Konzept des Abends war besonders schön. Bei Schläpfers Ballett schloss sich das Bühnenbild um die Tänzer wie ein Liebes- und Lebenskreis, der jugendlich beginnt und immer ernster wird. Sehr gut gewählt war der Übergang zum ,grünen Tisch'. Berührend und in seiner Eindringlichkeit der emotionale Gipfel."

Quelle: RP
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