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Düsseldorf
Räuber Hotzenplotz ist eigentlich ein lieber Kerl

Düsseldorf. Im Gerhart-Hauptmann-Haus beschäftigt sich eine Ausstellung mit den beliebten Figuren des Autors Otfried Preußler. Von Johannes Löchner

Wer kennt nicht den Räuber Hotzenplotz und das kleine Gespenst? Heute um 17.30 Uhr eröffnet im Gerhart-Hauptmann-Haus die Ausstellung "Von Räubern, Hexen und Gespenstern" - als Gedenken an Leben und Werk des bekannten Autors Otfried Preußler, der sich selbst bescheiden den "Geschichtenerzähler aus dem Böhmerwald" nannte.

Ausgesprochen beliebt sei diese Sammlung an Originalillustrationen und Texten. Fast zwei Jahre hätten sie auf die Wanderausstellung warten müssen, sagt die Kuratorin Katja Schlenker. Fünf große Ausstellungen gebe es jährlich in der Bismarckstraße 90, auf diese jedoch freue man sich besonders, weil Preußlers gemütliche Geschichten hervorragend in die Weihnachtszeit passen. Eine Zeit, in der man sich auf die Familie besinnt. Und Kinder - so Schlenker - seien für Preußler immer das Wichtigste gewesen. Die Figuren seiner Geschichten sind nicht belehrend, sondern handeln aus dem Herzen. Sie brechen mit Vorurteilen wie denen, dass Hexen böse oder Gespenster gruselig sind. Und auch der raue Räuber Hotzenplotz ist eigentlich ein lieber Kerl.

Doch nicht nur das Team des Gerhart-Hauptmann-Hauses erwartet die Ausstellungseröffnung. Auch die Schüler der sechsten Klasse des Cecilien-Gymnasiums sind in eifrige Vorbereitungen vertieft. Sie proben vor einem selbstgestalteten Bühnenbild an der Theateraufführung von Szenen aus Preußlers "Krabat". Gemeinsam mit dem Kindergartenchor "Wawuschel" werden sie die Ausstellung eröffnen.

Am Nikolaustag um 19 Uhr lädt Hajo Buch zur Lesung ein. Und wer Gefallen am Kindertheater findet, ist vermutlich geneigt, am 16. Dezember um 18 Uhr mit dem Räuber Hotzenplotz und anderen böhmischen Sagengestalten zusammen Weihnachten zu feiern. Neben diesen Höhepunkten umfasst die kleine, aber feine Ausstellung außerdem eine Mit-Mach-Ecke, in der man basteln und Otfried Preußlers Werke auf dem Fernseher bestaunen kann.

Quelle: RP
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