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Düsseldorf
Salonfestival belebt Räume des Alltags durch Musik

Düsseldorf. Dort, wo gelebt und gearbeitet wird, entstehen beim herbstlichen Salonfestival von jetzt auf gleich Räume für Musik. Wohnhäuser, Werkstätten, Lofts und Läden in Düsseldorf verwandeln sich vom 30. Oktober bis zum 8. November in intime Konzertsäle. Acht Veranstaltungen führen Gastgeber, Zuhörer und Künstler in dichter Nähe zusammen. "Private Atmosphäre und persönliche Ansprache mögen die Gäste am liebsten", sagt Beate Heisterkamp, Leiterin der Düsseldorfer Veranstaltungen. Der Bogen reicht von Klassik bis Pop, von Jazz bis Soul. Es treten Bands auf wie The Screenclub mit dem Saxophonisten David Milzow und dem Sänger Johnny Tune (in den Skyloft-Studios), Solisten wie Vivi Vassileva mit "Marimba Delight" (Privathaus), kleine Formationen wie das Emalina Delapaix-Trio (Künstleratelier) oder das Pulsar-Trio mit "Edelparka suite", Gewinner des Global Music Contest Creole 2014 (Privathaus). "Alle Musiker haben eine exzellente Ausbildung und verdienen damit ihren Lebensunterhalt", sagt Beate Heisterkamp. Sie ist immer auf der Suche nach reizvollen Orten. Neu dabei ist die Zahnarztpraxis am Flughafen, wo das Carmen Brown Trio auftritt mit Blick auf die Anflughalle. Das Salonfestival finanziert sich durch Einlagen von Gastgebern und Förderern. Zwölf Städte sind dabei. Unter dem gleichen Dach werden auch die Reihen "Kluge Köpfe", "zu Gast im Denkmal" und "Literatur zu Gast" organisiert. Düsseldorf ist bisher nur mit "Musik zu Gast" eingebunden. Von Regina Goldlücke

In privater Umgebung gilt häufig das Prinzip "von Freunden für Freunde". Es treffen zunächst Menschen zusammen, die den Gastgebern gar nicht bekannt sind. Beate Heisterkamp nimmt ihnen die Scheu, ihre Tür auch für Fremde zu öffnen: "Die Adressen werden erst nach Erwerb des Tickets preisgegeben. Wir registrieren jeden Teilnehmer." Wer einmal dabei war, ob als Gast oder Gastgeber, sei wegen der zwanglosen Atmosphäre Feuer und Flamme, sagt sie. "Die Leute kommen nach dem Konzert mit den Künstlern ins Gespräch. Es gibt überall Getränke und einen Imbiss. Der muss nicht üppig sein, im Vordergrund steht die Musik."

Info Tickets kosten 24 Euro.

Quelle: RP
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