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Veranstaltungs-Tipps
Schüler gestalten Theaterfestival

Düsseldorf. Bei den Düsseldorfer Schultheatertagen werden nächste Woche vielfältige Werke auch mit Musik und Tanz gezeigt. Von Julia Brabeck

Seit 2002 werden die Düsseldorfer Schultheatertage im Forum Freies Theater (FFT) im jährlichen Wechsel mit der "Maskerade" am Goethe-Gymnasium durchgeführt. In diesem Jahr ist das FFT wieder als Veranstalter an der Reihe. Nächste Woche, vom 15. bis zum 17. März, präsentieren dort 14 Schulen aus Düsseldorf ihre Werke, für die sie teilweise Monate lang geprobt haben. Durch die Teilnahme verschiedener Schulformen und Altersgruppen entsteht eine spannende Mischung aus Spielformen und Themen, die häufig die Lebenswelten der Schüler widerspiegeln.

Der diesjährige Schwerpunkt liegt auf der Weiterbildung der Theatergruppen und der Vernetzung untereinander. So gibt es neben den vielen Aufführungen auch Workshops und eine Ausstellung. Nach den Vorstellungen können sich zudem Darsteller und Zuschauer über die Produktionen unterhalten und gemeinsam über die gewählten Theatermittel diskutieren und die Umsetzung der Themen hinterfragen. Die Tage sind kein Wettbewerb mit einer Jury. Vielmehr geht es darum, die Spielfreude und gegenseitige Inspiration zu fördern und neue Ideen zu entwickeln. Eine Auswahl:

Eröffnet wird das Festival am Dienstag, 15. März, um 15 Uhr vom Goethe-Gymnasium mit dem Stück "haeppihaens_wie es euch gefällt" zum Thema Selbstdarstellung im Netz. Haens ist glücklich - glaubt er zumindest. Was ihn glücklich macht, sind Unmengen von Likes auf Facebook. Die sind ihm so wichtig, dass er jede private Information dort mitteilen muss und dabei sein wirkliches Leben vergisst. Was ist Wirklichkeit, was Fiktion? Die Grenzen verschwimmen und mit ihnen irgendwie auch Haens.

"Click & Play" heißt ein Kooperationsprojekt der Gemeinschaftshauptschule St. Benedikt, der Jugendfreizeiteinrichtung Zitty und des FFT. Darin beschäftigt man sich mit den Zusammenhängen von Bewegung und Geräusch, Tanz und Rhythmus. Mit 100 weißen Plastikeimern entwickeln die Hauptschüler eine musikalische Tanzperformance, bei der sie komplett auf Musik aus der Dose verzichten. Zu sehen ist das Stück am Dienstag um 18 Uhr.

Am Mittwoch, 16. März, zeigen Schüler der Carl-Sonnenschein-Grundschule um 16.30 Uhr "Ups, da war doch was!?". Das Stück, das auf einem Dachboden spielt, haben sie von der Idee bis zur Ausführung gemeinsam gestaltet. Darin geht es um Angst, Mut und Übermut. Denn mutig sein ist gar nicht so einfach. Manchmal ist es leichter zusammen mutig zu sein. Oder ist es mutiger, etwas nicht zu tun?

In "Erebos", einer Collage aus Schauspiel und Film, setzen sich wiederum die Schüler des Theodor-Fliedner-Gymnasiums mit den Grenzen zwischen realem Schulleben und fiktiver Computerspielwelt auseinander. Auf Grundlage des gleichnamigen Romans "Erebos" von Ursula Poznanski zeigt die Inszenierung eine Vermischung der realen Identitäten der Schüler und ihrer Identitäten als Computerspieler. Zu sehen ist die Inszenierung am Mittwoch um 18.15 Uhr.

"Fortuna ist eine Frau" lautet der Name der Produktion der Anne-Frank-Realschule, die am Donnerstag, 17. März, um 16.30 Uhr inszeniert wird. Die Schüler räumen darin mit den Klischees und Vorurteilen gegenüber Frauenfußball auf.

In selbst erfundenen Szenen und mit viel Bewegung wird die Geschichte von elf fußballbegeisterten jungen Frauen erzählt. Die Schüler gründen gegen alle Widerstände im eigenen Lager und von außen ein eigenes Team und wollen erfolgreich spielen.

Quelle: RP
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