| 00.00 Uhr

Freizeit-Tipps
Skurrile Konzerte zu Weihnachten

Düsseldorf. Unterhaltsam und kultig: In Düsseldorf gibt es auch dieses Jahr wieder einige Weihnachtskonzerte, die mit Besinnlichkeit eher wenig zu tun haben. Von Julia Brabeck

Guildo Horn Wenn als Engel, Weihnachtsmänner oder Tannenbäume verkleidete Menschen in Richtung Stahlwerk ziehen, dann ist es wieder soweit: Guildo Horn ist in der Stadt und lädt zum traditionellen Adventssingen ein. In diesem Jahr startet das vorweihnachtliche Event mit Kultstatus am Freitag, 11. Dezember. Auf die Melodien von Welthits und bekannten Schlagern dichtet der "Meister", wie Guildo von seinen Fans genannt wird, weihnachtliche Texte, die alle mit einem gut und schnell mitsingbaren Refrain versehen sind.

Dabei kommt Horn mit erstaunlich wenig Wörtern und Bildern aus. Es schneit, der Weihnachtsmann ist nah, das Christkind hat uns alle lieb, die Adventszeit ist wunderschön, und der dicke Dieter liebt die dicke Rita - mehr braucht es nicht. Denn die fantastischen Musiker seiner Begleitband, die Orthopädischen Strümpfe, reißen sowieso das sanges- und tanzfreudige Publikum im Alter um die 40 Jahre mit, auch wenn die Texte schön schauerlich sind.

Denn Guildos Show ist erfahrungsgemäß heißer als Glühwein, lauter als jeder Sternsinger und vor allen Dingen Kult. Und wenn der Meister befiehlt "Hebt eure Arme, die ich ab jetzt nur noch Flügel nenne", bleibt kein Arm unten. Wunderkerzen und Feuerzeuge werden geschwenkt und auch mal gemeinsam geschunkelt. Mayo Velvo Seit nun mehr als zehn Jahren bescheren Mayo Velvo und sein Pianist Thomas Möller in der Düsseldorfer Jazzschmiede traditionsgemäß ihr schön-schräges Weihnachtspotpourri.

Ihr Programm "Have yourself a Velvo little Christmas" ist für das vorweihnachtliche Gemüt, was "Dinner For One" für die Silvester-Seele ist. Einem musikalischen Weihnachtsmarkt gleich erwartet das Publikum am Mittwoch, 9. Dezember, wieder die bunte Mischung aus beliebtem Weihnachtskitsch und besinnlichem, aber auch abstrusem Liedgut. Gedichte, wundersame und sarkastische, fehlen ebenso wenig wie eine Weihnachtsgeschichte, die alle Lametta-Herzen höher schlagen lässt.

Brisante Fragen wie "Warum ist der Weihnachtsmann keine Frau?" warten dann ebenfalls auf eine Antwort. Porno Al Forno Nicht weniger kurios geht es bei der Düsseldorfer Kultband Porno Al Forno zu, denn die lässt es vor Weihnachten noch einmal im Stahlwerk richtig krachen. Wo die siebenköpfige Band auftritt, herrscht regelmäßig der Ausnahmezustand, das gilt insbesondere für das traditionelle Weihnachtskonzert, mit dem diesmal auch noch das 15-jährige Bühnenjubiläum gefeiert wird.

Als "Magic Pornellos" entführen die Musiker ihr Publikum in ein märchenhaftes Reich voll atemberaubendem Hokuspokus an Instrumenten und Mikrofonen. Lieber Doppelkinn als doppelten Boden lautet die Devise - die Herren in den maßgeschneiderten Kostümen werden erneut alles geben, damit es ein zauberhafter, unvergesslicher Abend wird. Jürgen Becker Der erfolgreiche Kölner Kabarettist Jürgen Becker hat das Thema Weihnachten für sich entdeckt.

Da es sich dabei jedoch um ein sehr komplexes Gebiet handelt, holt er sich mit Historiker und Journalist Martin Stankowski und den vier Musikern von Talking Horns Unterstützung auf die Bühne. Am Sonntag, 13. Dezember, bieten sie unter dem Titel "Why Nachten - Ist das noch Musik oder schon ein Weihnachtslied?" spannende Geschichten und viel Musik rund um das Weihnachtsfest. Dabei reisen sie durch Mythen, Riten und Musikstile, ganz ohne missionarische Verbissenheit.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Freizeit-Tipps: Skurrile Konzerte zu Weihnachten


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.