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Veranstaltungs-Tipps
Was Düsseldorfs Museen zeigen

Düsseldorf. Sommerliche Malerei, große Fotografien und Tierfiguren aus Porzellan: Kunstfreunde haben eine große Auswahl. Hier fünf Tipps für Kunstbesuche. Von Holger Lodahl

"Sommersonne" im Museum Kunstpalast Mit den Bildern von 43 Künstlern sehen die Besucher ein breites Spektrum unterschiedlicher Darstellungen zu den Wonnen des Sommers. Die Ausstellung "Sommersonne" präsentiert Arbeiten von Josef Albers (1888-1976), Fernand Léger (1881-1955), Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976), Tom Wesselmann (1931-2004) sowie von Heinrich Zille (1858-1929) und anderen. Auch einige selten ausgestellte Blätter stehen auf dem Programm.

Bis zum 23. Oktober ist die Schau im Museum am Ehrenhof 4-5 geöffnet. "Andreas Gursky: Nicht abstrakt" im Museum K20 Mit dieser aktuellen Kompilation beweist der Düsseldorfer Fotograf erneut, wie gut er prächtige Großformate produzieren kann. Unter dem Titel "Nicht abstrakt" zeigt Gursky rund 20 Werke, mit denen er eine Diskussion aufwerfen möchte: Welches Abstraktionsvermögen hat das Medium Fotografie? Bis zum 6.

November ist die Ausstellung im Museum K20 am Grabbeplatz zu sehen. "Wilde Kreaturen" im Hetjens Museum Die Bildhauer Hugo Meisel und Artur Storch haben Modelle für 16 teils grotesk anmutende Großtiere gefertigt. Bereits 1921 stellten die Werke eine Sensation allein aufgrund ihrer Größe dar. Nun kombiniert das Hetjens Museum die prächtigen Figuren neu und lässt staunen: Tiger, Fasan und Enterich sind teils in Lebensgröße zu sehen und erwecken ein wenig den Eindruck eines Dschungels mitten in der Stadt.

Bei einer Führung morgen um 14 Uhr können die Besucher die exotischen Bildwelten auf Porzellan entdecken. Fachfrau Christina Kallieris berichtet von europäischen Manufakturen und Produktionen Ostasiens, wo mythische Tiere als wichtige Helfer gegen böse Geister gelten. Bis zum 3. Oktober ist die Wilde-Kreaturen-Ausstellung an der Schulstraße 4 geöffnet. "... nach Glamour" im Ausstellungsraum KiT In den vergangenen 20 Jahren hat Russland eine große Wende durchlebt.

Anfang des 21. Jahrhunderts wurde Russland durch Öl- und Gasexporte sowie durch korrumpierte Wirtschaft sehr reich. Aufgrund der sowjetischen Vergangenheit war aber ein Umgang mit Kapital im Land kaum entwickelt, so dass sich das schnell verdiente Geld der Eliten in einem luxuriösen Lebensstil zeigte. Die Ausstellung "... nach Glamour" stellt die Frage, wie sich diese Entwicklung in der Bildenden Kunst Russlands zeigt. Eröffnet wird die Schau heute um 19 Uhr.

Morgen von 11 bis 20 Uhr ist der Eintritt in den Kunstraum KiT durch die Unterstützung eines Sponsors frei. Ab 16 Uhr geben die Kuratorinnen Natalia Gershevskaya und Jewgenija Tschuikowa Einblicke in die junge, russische Kunstszene. Außerdem können die Besucher den ganzen Tag an verschiedenen Workshops teilnehmen. Bis zum 30. Oktober ist die "... nach Glamour" im KiT am Mannesmannufer 1b zu sehen. "Harald Naegeli - der Prozess" im Stadtmuseum Erstmals zeigt ein Museum das umfangreiche Werk des Künstlers.

Die Ausstellung im Stadtmuseum an der Berger Allee widmet sich Harald Naegelis Schaffensprozess von seinem Frühwerk bis heute. Sein Atelier wurde ins Museum übertragen und wird von ihm während der Ausstellung genutzt. Der Prozess seiner Spray-Zeichnungen kann durch seine Performance an verschiedenen Orten im Museum live miterlebt werden. Die Ausstellung geht von Kafkas Erzählung "Der Prozess" aus und dokumentiert Naegelis Gerichtsprozesse und Verhaftung durch Polizeifotos.

Zu besuchen ist die Ausstellung bis Ende Dezember.

Quelle: RP
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