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Veranstaltungs-Tipps
Was Galerien im Sommer zeigen

Veranstaltungs-Tipps: Was Galerien im Sommer zeigen
Xenofon Moustakas eröffnete vor kurzem seine Galerie Fonis. FOTO: Hans-Jürgen Bauer
Düsseldorf. Viele Häuser nutzen die Sommerzeit, Werke mehrerer Künstler aus ihrem Portfolio zu zeigen. Hier fünf Tipps für Gruppenausstellungen verschiedener Stile.

Neu in der Kunst-Branche Düsseldorfs ist die Galerie Fonis. Eröffnet hat sie Xenofon Moustakas, der zuvor für mehrere andere Galerien in Düsseldorf arbeitete. Nun ist der 47-Jährige sein eigener Chef, sorgt auf diese Weise für Zuwachs im Künstlerviertel Flingern. Auf etwa 70 Quadratmetern zeigt Moustakas in monatlichem Wechsel Werke verschiedener Kunst-Stile. Zurzeit stellt er in seiner Galerie Fonis eine Auswahl aller seiner Künstler aus. Malerei auf Leinwand und hinter Glas, Skulpturen und Installationen - auf eine Kunstrichtung möchte er sich nicht festlegen. "Ich möchte viele Menschen erreichen", sagt er. "Kunst ist vielfältig, und diese Vielfalt zeige ich." Wichtig sei ihm, bekannte und etablierte Künstler zu vertreten ebenso wie junge Absolventen. Thilo Westermann etwa sei ein aufstrebender, 35-jähriger Maler, dessen Werk in der Galerie Fonis auf großes Interesse stieß. Kaum eine Woche nach Eröffnung seien fast alle Bilder verkauft, sagt der Galerist. Weitere Künstler im Moustakas-Portfolio sind unter anderem Edin Bajric, Analdo Gonzales, Johannes Hepp und Swen Kählert.

In der Galerie Petra Rinck sind Radierungen, Fotografien, Emaillebilder und Lithografien zu sehen. Die Werke stammen zum großen Teil von bekannten Düsseldorfer Künstlern wie Karin Kneffel, Thomas Schütte, Reinhard Mucha, Jörn Stoya und Ralf Brög ebenso wie von international renommierten Künstlern wie Lawrence Weiner, Matthew Brannon und Emma Talbot. "To go too far" hat Petra Rinck ihre Kunst-Schau genannt.

Unter dem Titel "Best of - Nice to see you" präsentiert die Galerie Bengelsträter Skulpturen und Malereien. "Ich habe ausgewählt, was mir in den vergangenen Jahren lieb geworden und ans Herz gewachsen ist", sagt Galeristin Jutta Bengelsträter. Exponate von Silke Leverkühne, Fernand Roda und Stefan Pietryga etwa: "Diese Figuration der 1980er-Jahre ist in der Kunst-Welt ein wenig in den Hintergrund geraten. Ich rücke sie wieder ins Licht." Auch Arbeiten von Isa Dahl, Bernd Finkeldei, Klaus Hack, Frank van Hemert, Ryo Kato, Anna Lena Straube, Claude Wall und Frank Michael Zeidler stellt Jutta Bengelsträter aus.

Als eine "schöne Sommer-Show vor der Sommerpause" bezeichnet Joanna Kischka die aktuelle Ausstellung in der Galerie Clara Maria Sels. "Wir haben Werke ausgewählt, die thematisch zur Jahreszeit passen - bunt und leicht." Dabei sind Bilder der Düsseldorfer Künstler Dieter Hiesserer und Anke Lohrer sowie vom Amerikaner Peter Marifoglou, der seit 25 Jahren am Rhein lebt. Auch die Russin Ira Vinokurova zog es aus ihrer Heimat nach Düsseldorf. Ihr Foto "Ohne Titel - Frau im Schatten" ist das Titelbild der Ausstellung in der Galerie Sels.

Die Setareh Gallery setzt sich mit dem "Genius loci - Der Geist des Ortes" in Düsseldorf in Form einer Gruppenausstellung auseinander. Die Schau mit dem Untertitel "Here They Come" soll die Aufmerksamkeit auf neun junge Künstlerinnen lenken, die in den vergangenen Jahren an der Kunstakademie Düsseldorf studiert haben oder kurz vor ihrem Abschluss stehen. Ihre Fotografien, Installationen, Zeichnungen und Malereien sind vom Genius loci der Stadt und der Akademie, wie auch von den jeweiligen Professoren beeinflusst - und dennoch spricht jede Künstlerin ihre eigene künstlerische Sprache. Zu sehen bei Setareh sind Bilder von Dora Celentano, Vivian Greven, Gesine Grundmann, Jennifer López Ayala, Vera Lossau, Ruri Matsumoto, Linda Nadji, Nadja Nafe und Mariam Odishelidze. Holger Lodahl

Quelle: RP
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