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Düsseldorf
Wettstreit um den großen Tanz in Tokio

Düsseldorf. Einmal nach Tokio fliegen und dort am Finale des "Dance Delight" teilnehmen - für viele Breakdance-Tänzer ist dies ein Traum, einmal beim ältesten HipHop-Tanzfestival der Welt anzutreten. Um die Qualifikation dazu ging es nun beim Wettkampf im Tanzhaus NRW.

Weltweit finden zurzeit solche Ausscheidungen statt, unter anderen in Paris, Los Angeles und in vielen Städten Asiens. Zehn Gruppen treten dabei mit dreiminütigen Nummern gegeneinander an. Anders als im HipHop üblich, zählt dabei allerdings nicht das einzelne Können, sondern die gemeinsame Choreografie - ob als Duo oder in größeren Formationen.

Der Choreograf und Tänzer Takao Baba hatte das international besetzte Treffen in Düsseldorf organisiert, vier professionelle Tänzer, die zum Teil auch schon in Tokio dabei waren, stellten die Jury. Die Kampfrichter sahen Aufführungen, die über das Können von Amateuren hinausgingen. Neben akrobatischen Elementen bauten die Gruppen auch tänzerische Positionen in ihre Aufführungen zur Musik ein. Die Zuschauer belohnten besonders gelungene Bewegungen und Figuren mit Szenenapplaus.

Besonders auffallend: Mädchen und junge Frauen haben die Szene erobert, etwa No Risk aus Bad Kreuznach, die eine Menge begeisterter Fans mitgebracht hatten. Die Performance der uniformierten Tänzerinnen war schon nahe am modernen Tanz, auch wenn sie Einflüsse aus allen Welten verarbeitete. Am Ende reichte das für den dritten Platz. Zweite wurde die Gruppe Cut aus Hessen. Wie alle andern legten sie auch auf das einheitliche Bühnen-Outfit großen Wert. Die Sieger kamen allerdings aus England: Pro-Motion überzeugten die Jury mit ihrer Dynamik, dem gekonnten Zusammenspiel und wussten effektvoll Zeitlupenszenen in ihre energiegeladene Performance einzuflechten.

(hag)
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