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Düsseldorf
Zuschauer sollen bei Performance verschwinden

Düsseldorf. Im Tanzhaus NRW gibt es ab morgen eine besondere Installation zu erleben. Das Künstlerkollektiv Hofmann&Lindholm nämlich lädt bis einschließlich Samstag in einen begehbaren Performance-Raum ein. "Hiding Piece" heißt die Installation, in dessen Zentrum das Verschwinden steht. Vor dem Hintergrund global zunehmender Gewaltbereitschaft, so die Künstler, stehe für sie die Frage im Raum: Wie ist es möglich, sich neben, über, vor, auf, hinter oder unter jemandem in einem Raum zu positionieren, ohne entdeckt zu werden?

Für ihr Stück haben die Künstler Hannah Hofmann und Sven Lindholm auf der Bühne im Tanzhaus 30 Schränke aufgestellt. Die Besucher sollen Teil des Versteckspiels werden. Fünf Minuten haben sie Zeit, sich nach einem Unterschlupf umzuschauen. Der Schauplatz werde erst zum Ereignis, wenn sein Publikum nicht mehr zu sehen ist, sagen die Künstler.

Hofmann&Lindholm sind ein Duo aus Köln, dass sich im Jahr 2000 gegründet hat und seitdem die Realität im Theater untersucht. Bekannt sind sie für ihre Arbeiten zwischen szenischer, bildender und akustischer Kunst. Das Goethe-Institut zählte das Kollektiv 2010 zu einem der 25 wichtigsten Regie- und Performancekollektive in Deutschland, 2012 und 2015 zeichnete sie das Land Nordrhein-Westfalen für ihre Arbeiten mit der Spitzenförderung aus.

Ihre neueste Arbeit "Hiding Piece" spielt nun mit der Angst der verborgenen Besucher, entdeckt zu werden. Die Installation ist von Donnerstag bis Sonntag täglich von 17 bis 22 Uhr begehbar. Die Besucher können während dieser Zeit kommen und gehen, wann immer sie möchten.

Info "Hiding Piece", Tanzhaus NRW, Erkrather Str. 30, 28. bis 30. April, 17 bis 22 Uhr, Eintritt acht Euro.

(kl)
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