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Düsseldorf
Kulturveranstaltungen mitten im Karnevalstrubel

Düsseldorf. Trotz Nachhol-Zugs gab es viel Kultur in der Innenstadt.

Als sie ihre Karten für das Theater an der Kö gekauft haben, dachten Günther und Gabi Blasberg gar nicht daran, dass der Sonntag die Neuauflage des Rosenmontags ist. "Wir sind dann mit der Bahn aus Mettmann gekommen, das ging gut", berichten sie. Bei der Ankunft im Theater stießen sie dann auf einen besonderen Einlass: Die Mitarbeiter begrüßten das Publikum am Nebeneingang der Schadow Arkaden, die wegen des Zochs geschlossen waren, und erläuterten den Weg zum Theater. Manche Besucher beklagten sich über die Sperrungen für Autos, aber am Ende hatten sich alle eingefunden, als die Vorstellung von "Die Wunderübung" begann.

Der kurzfristig vereinbarte Nachholtermin hatte nicht nur das Theater an der Kö überrascht, das an einem Rosenmontag sicher keine Vorstellung ausrichten würde. Während sich morgens die Karnevalisten am Rheinufer bereitmachten, lud die benachbarte Tonhalle zum "Zauber der Melodie" mit der Rumänischen Staatsphilharmonie - und musste hoffen, dass die Zuhörer ihren Weg ins Konzert finden.

Wirklich mitten im Trubel lag die Lesung von Cees Noteboom im Heine-Haus. Der 82-jährige Schriftsteller las am Mittag aus seinem neuen Buch, in dem er sich mit dem Maler Hieronymus Bosch auseinandersetzt, während sich vor dem Eingang an der Bolkerstraße das Epizentrum der Karnevalsparty befand. Zum Glück für die Veranstalter, Noteboom und die Zuhörer liegt die langgestreckte Buchhandlung Müller & Böhm zwischen Eingang und Saal - und trennte zwei sehr verschiedene Welten.

(arl)
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