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Verkehrskollaps blieb aus
Kurdendemo: Weniger Teilnehmer als erwartet

März 2010: Tausende Kurden demonstrieren in Düsseldorf
März 2010: Tausende Kurden demonstrieren in Düsseldorf FOTO: Christian Herrendorf
Die Befürchtungen, in Düsseldorf könne es am Samstag zu einem Verkehrskollaps kommen, haben sich nicht bestätigt: Der Kurden-Demonstrationszug sorgte in der Innenstadt zwar für erhebliche Verkehrsstörungen, doch insgesamt blieb es ruhiger als erwartet. Die Zahl der Teilnehmer lag deutlich unter den angekündigten 40.000. Von Judith Conrady

Ab neun Uhr hatten sich die Demonstranten am Landtag und am Reeser Platz in Golzheim getroffen, um von diesen beiden Startpunkten aus der durch die Stadt und anschließend auf die Oberkasseler Rheinwiesen zu ziehen. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Doch bereits am Morgen zeichnete sich ab, dass die Teilnehmerzahl der Demo unter den Erwartungen bleiben würde. 

Am Reeser Platz kam es zu einem Zwischenfall, weil Teilnehmer der Demo verbotene PKK-Flaggen mit sich trugen. Ordner und Polizei forderten die Demonstranten auf, die Flaggen wieder einzupacken. Einzelne Teilnehmer wehrten sich, kurzzeitig bestand die Gefahr eines Tumults, doch die Lage beruhigte sich wieder. Auch während des Zugs durch die Stadt kam es immer wieder zu kleineren Zwischenfällen wegen verbotener Flaggen.

Die Demonstration verlief insgesamt sehr friedlich. Für die Veranstalter waren zahlreiche Ordner im Einsatz, die dafür sorgen, dass die Teilnehmer ruhig bleiben. Die Polizei hielt sich eher im Hintergrund. "Mit dem Verlauf der Demonstration und dem Verhalten der Teilnehmer bin ich sehr zufrieden. Die verantwortliche Versammlungsleitung zeigte sich bis zum Ende kooperativ", sagte der Leitende Polizeidirektor Dieter Höhbusch.

Am Mittag erreichten die Demonstrationszüge die Oberkasseler Rheinwiesen, den Ort der Abschlusskundgebung. Bis 13.45 Uhr hatten sich nach Schätzungen der Polizei rund 20.000 Kurden dort eingefunden.

Neben der Demonstration sorgte auch die Sperrung des Wehrhahns für Beeinträchtigungen des Verkehrs, die noch das gesamte Wochenende andauert. Autofahrer mussten sich am Samstag in der Innenstadt auf längere Wartezeiten einstellen, doch der befürchtete Verkehrskollaps blieb aus. Neben Autos sind auch mehrere Linien der Rheinbahn von der Wehrhahn-Sperrung betroffen. Hier eine Übersicht:

Linie 704 Die Bahnen werden bis Montag, 4 Uhr komplett durch Busse ersetzt.

Linie 706 Die Züge fahren über die Schadowstraße und die Jacobistraße zum Marienhospital.

Linie 715 Zwischen den Haltestellen "Jan-Wellem-Platz” und "Berliner Allee” fährt die Bahn nicht durch die Altstadt, sondern über die Berliner Allee.

Linie 721 Die Busse fahren in Richtung Flughafen eine Umleitung ab Worringer Platz, in Gegenrichtung ab der Prinz-Georg-Straße.

Linie 722 Umleitungen gelten in Fahrtrichtung Messe ab Worringer Platz, in Gegenrichtung ab Schloss Jägerhof.

Linie 737 Die Busse fahren in Richtung Erkrath eine Umleitung ab "Wehrhahn-Center”, in Gegenrichtung ab "Wehrhahn S”.

 
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