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Modekette in Düsseldorf
Label Primark öffnet an der Schadowstraße
Diese Trend-Modemarken gibt’s in Düsseldorf
Diese Trend-Modemarken gibt’s in Düsseldorf FOTO: AP / Paul Sakuma
Düsseldorf. Noch ist dort eine schnöde Baugrube, Anfang 2013 wird das neue Geschäftshaus an der Schadowstraße 56 aber fertig sein. In das hauptsächlich aus Handelsflächen bestehende Gebäude wird nach RP-Informationen die irische Bekleidungskette Primark einziehen. Von Uwe Reimann

Das sechsgeschossige Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft zur künftigen Entwicklung des Kö-Bogen II bietet rund 6500 Quadratmeter Einzelhandelsfläche über vier Ebenen. Dort wird Primark vor allem Kleidung sowie Wohnaccessoires anbieten.

Auf dem 2200 Quadratmeter großen Gelände des ehemaligen Achenbachhauses hat sich seit Jahren kaum etwas getan. Das Haus war abgerissen worden, die erste Projektentwicklung versandete. Es tat sich nichts, niemand wollte dort neu entwickeln. Viele sahen darin bereits ein sichtbares Zeichen für den vermeintlich schleichenden Untergang der Konsummeile Schadowstraße, deren Händler entlang der Straße durch die vielen Baustellen stark gelitten hatten. Nun wird von Development Partner aber für 80 Millionen Euro ein neues Haus gebaut. Die Gestaltung des Gebäudes liegt bei dem Düsseldorfer Architekturbüro RKW.

Primark kommt mit einem üppigen Ladenlokal über vier Etagen an die Schadowstraße 56. Die äußerst preisgünstige Bekleidung gibt es bei dem 1969 in Dublin gegründeten Unternehmen bisher nur in Bremen, Frankfurt, Gelsenkirchen, Dortmund und ab Ende des Monats auch in Hannover. Vor allem bei jungen Leuten ist der sehr preiswerte Bekleidungsriese extrem begehrt. Neueröffnungen von Filialen führen zu riesigen Kundenanstürmen, viele fahren zur Schnäppchenjagd hunderte Kilometer, um dabei zu sein. Und Neueröffnungen gibt es bei Primark immer öfter. Im Stammland Irland hat Primark mittlerweile 38 Geschäfte, in Spanien 20, in Großbritannien 152, in den Niederlanden 2, in Portugal 4 und in Belgien ein Geschäft.

Für die Schadowstraße selbst ist die Nachricht vom Primark-Kaufhaus eminent wichtig. Auf der bislang deutlich weniger frequentierten Seite könnte dies zur kräftigen Belebung führen. Das ist auch das Ziel etlicher Kaufleute der westlichen Seite.

Dazu kommt, dass die Schadowstraße ab 2014, wenn die Wehrhahnlinie fertig ist, deutlich verkehrsberuhigter werden soll. Bislang gab es zwei Fahrspuren, dann soll es nach derzeitigen Planungen nur noch eine Autospur über die Bleichstraße bis zum Wehrhahn gehen. Düsseldorfs Konsummeile soll zur Fast-Fußgänger werden – mit Cafés, Sitzbänken und eventuell vielen Bäumen. Die Entscheidung darüber wird in naher Zukunft gefällt.

Quelle: jco
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